Orgel-Benefizkonzert in St. Nikolaus zugunsten südafrikanischer Waisenkinder

Farbenreiche Klangvielfalt

Johannes Berger (links) und Curovic Zoran (rechts) beim Benefizkonzert der Rotary-Clubs der "Inntal-Allianz".  Foto  Hinterberger
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Johannes Berger (links) und Curovic Zoran (rechts) beim Benefizkonzert der Rotary-Clubs der "Inntal-Allianz". Foto Hinterberger

Wenn junge, begabte Künstler zugunsten von armen südafrikanischen Jugendlichen musizieren, verbindet sich sozusagen das Angenehme in Form von bereicherndem Musikgenuss mit dem Nützlichen - der aktiven Hilfeleistung. So konzertierte der Oberaudorfer Orgelstudent Johannes Berger gemeinsam mit dem Solotrompeter der Bad Reichenhaller Philharmonie, Curovic Zoran, in der Rosenheimer Stadtpfarrkirche St. Nikolaus, um mit den Einnahmen den gemeinnützigen Verein "Amandla Edu-Football" zu unterstützen. Diesen hatten die jungen Priener Florian Zech und Jakob Schlichtig ins Leben gerufen, um die Jugendförderung in Südafrika in Form von verschiedenartiger Bildungsarbeit vorantreiben zu können.

Trompete und Orgel eröffneten nun den sehr gut besuchten, von den Rotary Clubs der "Inntal-Allianz" organisierten Konzertabend feierlich mit Giambattista Martinis "Toccata in D-Dur". Hierbei bestachen die beiden perfekt harmonierenden Instrumentalisten durch perlende Läufe und exaktes Zusammenspiel. Dank seinem strahlend-vollmundigen Ton vermochte es Zoran voller Elan, John Stanleys' bekannte viersätzige "Suite in D-Dur" schwungvoll zum Klingen zu bringen. Dabei hatten seine verschiedenartig phrasierten Töne in allen Registern gleichermaßen Biss und Spannkraft.

Berger erwies sich seinerseits zu jeder Zeit als empfindsamer Begleiter, der sich jedoch auch bei seinen anspruchsvollen Solostücken nicht minder hervortat. So interpretierte der talentierte Organist Johann Sebastian Bachs "Triosonate in d-Moll" umhüllt von einem wohlig-fließenden Gefühl der stetigen Vorwärtsbewegung und arbeitete die rhythmischen Raffinessen der Komposition gefühlvoll heraus. Die farbenreiche Klangvielfalt der "Königin der Instrumente" kam so dann besonders gut bei Nicolaus Bruhns eindrucksvollem "Präludium in e-Moll" zur Geltung.

In beseelte Sphären schwang sich das Duo vor allen Dingen bei Johann Sebastian Bachs wunderbar getragenem Choral "Jesu bleibet meine Freude" auf, dessen nur scheinbar einfach gehaltene Struktur doch so viel Ausdrucksstärke und künstlerische Aussagekraft in sich birgt.

Den krönenden Abschluss des gelungenen Benefizkonzertes bildete schließlich Georg Friedrich Händels "Ankunft der Königin von Saba", bei der Orgel und Trompete ein dynamisch ausgefeiltes Wechselspiel eingingen und das wiederkehrende Leitmotiv stets aufs Neue eindrucksvoll herausstellten.

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