Etwas andere Spurbilder aus der Heimat

Spurbilder – Kulturhistorische Wanderungen im oberbayerischen Alpenvorland; Andreas Scherm, Maurus Verlag, 19,80 Euro.
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Spurbilder – Kulturhistorische Wanderungen im oberbayerischen Alpenvorland; Andreas Scherm, Maurus Verlag, 19,80 Euro.

Rosenheim – Wanderführer gibt es viele, aber selten vermitteln sie so viel Wissen und Hintergrund wie die Werke von Andreas Scherm.

Mit „Spurbilder“ hat der Historiker, Altphilologe und Hobbyarchäologe nun den dritten Band seiner Wanderführer-Reihe veröffentlicht.

Geboren wurde Andreas Scherm in Dachau. Heute lebt der ehemalige Direktor des Miesbacher Gymnasiums am Schliersee. Scherm wandert gern und über dieses Hobby ist er zum Schreiben gekommen. Von ihm erschienen sind bereits 2007 „Unterwegs im Gestern“ und 2010 „So nah, so fern“. Wichtig war ihm schon bei diesen Werken, Landschaft, Natur, Kunst und Volkstum auch aus historischer Sicht zu beleuchten.

Alle Wandervorschläge von Andreas Scherm führen ins oberbayerische Alpenvorland, eine ganze Reihe auch in unsere Region. In seinem aktuellen Wanderführer „Spurenbilder“ schlägt der Autor 15 Wanderungen vor. Wanderung zwei führt beispielsweise ins „Zauberreich der Moore“ und verläuft vom Fuß des Wendelsteins über Bad-Feilnbach, Wiechs, Wasserwiesen, Stocka, Westerndorf am Wasen, Schlipfham, Mitterhart, und Kolbermoor nach Bad Aibling.

Scherm will Entdeckungsfreude und Neugierde wecken. Seine Leser ermuntert er in seinem Vorwort dazu, sich einmal bewusst eine Auszeit von Alltag zu nehmen und der heimischen Landschaft „intensiv“ zu begegnen. Das bedeutet konkret: Zu jeder Wanderroute liefert der Autor enorm viel Hintergrundwissen. Der Leser sieht sich einer unglaublichen Flut an Informationen zu Bau- und Kunstwerken, Geografie und Geschichte gegenüber. Wer sich kurz und knapp über mögliche Wandermöglichkeiten informieren will, für den sind die Werke von Andreas Scherm deshalb nicht zu empfehlen. Wer aber bei seinen Wanderungen etwas über Land und Leute erfahren will, was man so in vielen Heimat- und Geschichtsbüchern gar nicht findet, für den sind die Wanderessays von Andreas Scherm ein guter Tipp. Karin Wunsam

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