Empore und Showbühne

Clubpräsident Professor Dr. Peter Wagner (links) und sein Vorgänger, Ulrich Kiesl (rechts) überreichten den Preis an Daniel Hinterberger. von aretin
+
Clubpräsident Professor Dr. Peter Wagner (links) und sein Vorgänger, Ulrich Kiesl (rechts) überreichten den Preis an Daniel Hinterberger. von aretin

Daniel Hinterberger hat den Kulturpreis des Rotary- Clubs Rosenheim 2015 erhalten. In seiner Laudatio wies OVB-Kulturredakteur Raimund Feichtner darauf hin,

Clubpräsident Professor Dr. Peter Wagner überreichte den Preis, der mit 1500 Euro dotiert ist, im Rahmen der Weihnachtsfeier des Clubs im Hotel „Zur Schanz“ in Ebbs an den Sänger aus Feldkirchen-Westerham. Daniel Hinterberger ist der fünfte Träger des Preises, der alle zwei Jahre vergeben wird. Er folgt dem Organisten Johannes Berger nach.

dass Daniel Hinterberger, die Vergabekriterien bestens erfülle. Feichtner: „Der Preis  soll gleichermaßen Bestätigung für bereits Geleistetes, wie auch Ansporn für das künftige Schaffen sein“. Der 28-jährige Daniel Hinterberger ist ein gebürtiger Rosenheimer. Er wuchs in Feldkirchen-Westerham auf und besuchte in Rosenheim das Ignaz-Günther-Gymnasium. Bereits in jungen Jahren wurde sein Gesangstalent erkannt. Von 1995 bis 2000 gehörte er dem Tölzer Knabenchor an, mit dem er auch solistisch bei Internationalen Musikfestivals und an renommierten Opernhäusern wie Salzburger Festspiele, Münchner Staatsoper, Wiener Staatsoper oder Deutsche Oper Berlin mit Partien aus Mozarts „Zauberflöte“ oder Wagners „Lohengrin“ auftrat. Zusätzlich bestritt er im In-und Ausland viele Konzert- und Oratorienaufführungen unter namhaften Dirigenten wie Claudio Abbado, James Levine oder Lorin Maazel. Aber auch daheim war er zu hören im Duett mit seiner Schwester Raphaela, an der Orgel begleitet von seiner Mutter der Orgel-Professorin Marlene Hinterberger. Bis 2008 war Hinterberger auch Mitglied der Bayerischen Singakademie unter Professor Gerd Guglhör.

Nach seinem Abitur 2008 am Ignaz-Günther-Gymnasium nahm Daniel Hinterberger zunächst ein Gesangsstudium am Landeskonservatorium Innsbruck auf, das er seit 2011 am Mozarteum Salzburg bei Professor Andreas Macco erfolgreich fortsetzt. Allerdings habe Daniel Hinterberger sein Gesangstudium wegen seiner vielen Auftritte noch nicht beendet, führte Feichtner aus. Der Preisträger sei ein gefragter Baritonsolist bei Festgottesdiensten, geistlichen Konzerten, aber auch bei Oratorienaufführungen. Bei Orgelkonzerten seiner Mutter wirkt er als Gesangs-Duopartner solistisch mit. Im „Trio Vox Humana“ konzertiert er regelmäßig zusammen mit seiner Mutter und seiner Schwester. In dieser Formation ist auch die CD „Lobgesang und Orgelpracht“ erschienen. Seit 2015 gehört Hinterberger nun auch dem Philharmonischen Chor München an, mit dem er ebenfalls solistisch auftritt. Zudem singt er im Kammerchor von Enoch zu Guttenberg.

Daniel Hinterberger gehe aber auch andere musikalisch Wege, so Feichtner. Mit der Volkmusik-Gruppe „Die Bergkameraden“ erhielt er 2009 den zweiten Preis beim „Grand Prix der Volkmusik“ mit dem Lied „Ich träume von der Heimat“. Viele Auftritte im Fernsehen folgten bis ins Jahr 2014. Jetzt heißt das Ensemble, das sich aus Hinterberger und ehemaligen Mitgliedern der Regensburger Domspatzen zusammensetzt, nach einer Umbesetzung „Stimmen der Berge“.

Feichtner würdigte Hinterbergers vollen jugendlichen Bariton, den er mit „einfühlsamer Hingabe“ erklingen lasse. Er wünschte dem Preisträger, dass er seinen musikalischen Weg finden möge, ob im Showgeschäft mit den „Stimmen der Berge“, auf der Opernbühne, im Konzertsaal oder auf der Orgelempore.

Vor der Verleihung des Preises konnte man sich bei einem Weihnachtskonzert in der Niederndorfer Kirche vom Können Daniel Hinterbergers überzeugen. So begeisterte er begleitet von seiner Mutter Marlene Hinterberger mit der Arie „Großer Herr, o starker Gott“ aus Bachs Weihnachtsoratorium. Neben Daniel Hinterberger boten der Niederndorfer Kirchenchor unter der Leitung von Maria Vogl, Georg Dettendorfer (Trompete, Flügelhorn), Josefa Dettendorfer und Christine Niederthanner (Harfe), Professor Marlene Hinterberger und Professor Dr. Peter Wagner an der Orgel eine schöne Stunde mit adventlicher und weihnachtlicher Musik. Schauspieler Günther Maria Halmer las dazu ausdrucksvoll das Weihnachtsevangelium. re

Kommentare