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Wie es mit Emmi und Leo weitergeht

Sarah Fischbacher als Emmi und Daniel Burton als Leo tauschen sich nur virtuell aus. Die Tafel ersetzt das Display.  jacobi
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Sarah Fischbacher als Emmi und Daniel Burton als Leo tauschen sich nur virtuell aus. Die Tafel ersetzt das Display. jacobi

Rosenheim – Der österreichische Autor Daniel Glattauer, geboren 1960 in Wien, schrieb 2006 den E-Mail-Roman „Gut gegen Nordwind“ und 2009 die Fortsetzung „Alle sieben Welten“.

Beide Romane wurden in vierzig Sprachen übersetzt und als Bühnenfassungen in mehr als vierzig Theatern gespielt. Gabriela Schmidt brachte, nachdem sie 2012 bereits „Gut gegen Nordwind“ im Tam-Ost inszeniert hatte, jetzt zur Herbsttheater-Saison beide Bühnenwerke an einem Abend dort zur Aufführung. Auch die zwei Pro tagonisten, Sarah Fischbacher in der Rolle der Emmi Rothner und Daniel Burton als Leo Leike, sind wieder dieselben.

Viele Weinflaschen als Requisiten

Das Bühnenbild zeigt gleichbleibend im linken Bühnenteil das Apartment von Emmi, rechts das von Leo. Einige Accessoires bringen die weibliche Note in Emmis Behausung. Bei Leo gehören im Laufe des Spiels viele Weinflaschen zu den Requisiten.

Es ist sicher nicht die leichteste Übung, immer am selben Standort mit ausschließlich zwei Schauspielern die Aufmerksamkeit des Publikums drei Stunden zu halten. Dank der beiden ausgezeichneten Akteure gelingt dies zwar, wenn auch bei „Alle sieben Wellen“ die Spannung nachlässt und sich zeitweise eine gewisse Eintönigkeit einschleicht.

Sarah Fischbacher gibt die quirlige Emmi, impulsiv, einfühlsam, zornig und ungeduldig, traurig und hoffnungsvoll. Daniel Burton verleiht der Figur des Leo Leike Bedächtigkeit, Sensibilität, aber auch Wut, Sehnsucht und Verlangen. Völlig textsicher beherrschen sie die lauten, wie die leisen Töne und agieren absolut professionell. Die Regie hält besonders Sarah Fischbacher fast ständig in Bewegung. Beide Darsteller wechseln nahezu synchron immer wieder ihre Kleidung. Während Daniel Burton eher den gemächlichen Typen gibt, darf Sarah Fischbacher als Emmi ihr Temperament voll ausspielen. Auf eine Tafel im Bühnenhintergrund schreiben beide abwechselnd kleine Teile ihrer E-Mails und immer die Zeit, die zwischen den Mitteilungen vergangen ist.

Bedürfnis nach persönlichem Kennenlernen

Der Autor Daniel Glattauer hätte vor Internet-Zeiten eben zwei Briefromane geschrieben, bei denen freilich weder die Schnelligkeit der Übermittlung, noch die Kürze einiger Nachricht zum Einsatz gekommen wären. Das Bedürfnis nach persönlichem Kennenlernen würde jedoch wohl immer bestehen.

Am Ende gab es Blumen für die Schauspieler und ihre Regisseurin und großen Applaus.

Weitere Vorstellungen sind an den Freitagen und Samstagen bis 21. Oktober, jeweils um 20 Uhr, sowie an den Sonntagen bis 15. Oktober, um 17 Uhr. Kartenreservierung unter Telefon 0 80 31/23 41 80, Internet www.tam-ost.de.

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