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Neues Album

Eine vogelwilde Mischung: Marie-Theres Härtel und Florian Trübsbach präsentieren „Great Again“

„Great Again“. 13 Stücke, rund 60 Minuten, direkt erhältlich über die Webshops der beiden Künstler.
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„Great Again“. 13 Stücke, rund 60 Minuten, direkt erhältlich über die Webshops der beiden Künstler.
  • VonAndreas Friedrich
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Schon das Cover ist ein Hingucker: Durch die Häuserschluchten der Jazzmetropole New York tuckert ein Bulldog, gesteuert von Marie-Theres Härtel mit ihrem Akkordeon, assistiert von Florian Trübsbach, ausgestattet mit Tenorsaxofon. Ebenso vogelwild wie die Verpackung ist der Inhalt,

Rosenheim – Das steirische Musikantenkind Härtel mit klassischem Musikstudium in Wien und der Professor für Jazz-Saxofon Trübsbach, nicht nur musikalisch ein Paar, experimentieren mit dem Nebeneinander von volksmusikalischen und jazzigen Elementen.

In der Hauptsache schauen die beiden, wie die Bratsche beziehungsweise Viola und das Saxofon harmonieren und welche Möglichkeiten daraus entstehen. Doch auch andere Instrumente sind im Spiel, wie Piano, Flöte, Zither, Akkordeon und auch gesungen wird – also recht illuster und vielseitig.

„Sie rennt obi“

Den Auftakt macht eine Härtel-Komposition mit dem Titel „Sie rennt obi“ in ländlicher Bratschentradition und pfiffigem Abgang, gefolgt von einem schwermütig einsteigenden „Ex 15“ von Trübsbach. Jetzt beginnt das Duo, sich zu finden und der Jazzer setzt zu bläserischen Höhenflügen an, den Rhythmus setzt Härtel an den Saiten.

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Mal versonnen, mal dynamisch geht es zu in den Folgestücken, die teils auf Motiven von Jazzgrößen basieren, wie Cole Porter, Horace Silver oder Lee Konitz. Mal geht es in Richtung Blues wie in einer Komposition von Trübsbach („Phil’s Blues“), mal gar gen US-Südstaatenmusik mit Cajun-Elementen („Dudlhudl“). Federleicht daher kommt „Watsoning“, welches ein wenig nach lang vermissten Bühnenimprovisationen klingt.

Jazzpreisträgerin

Die Steiermärkerin Härtel mit ihrer kunterbunten Musikbiographie kann jazzig locker mithalten, ist sie doch mit der Band „Shreefpunk“ Trägerin des Jazzpreises 2019. Zur Erinnerung: Das war die Band, in der Matthias Schriefl im „Le Pirate“ im Ganzkörper-Leopardenkostüm aufgetreten war. Umgekehrt lässt sich auch Trübsbach auf alpenländische Ausflüge ein, schließlich nimmt er auf Bergausflügen auch gerne seine Schwegelpfeife mit. „Unser Background ist bunt, und so soll auch unsere Musik sein. Der musikalische Zusammenhalt entsteht durch eine gemeinsame Musizierhaltung, die durch den unbeschwerten Umgang mit der Materie und großem gegenseitigen Vertrauen geprägt ist.“ Der Tonträger ist in manchen Stücken durchaus sperrig, dann wieder eingängig, und insgesamt ein kleines Musikschmankerl für klangoffene Hörer, im vorletzten Stück wird dann noch gejodelt...great again, kann man da nur sagen!

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