Ein Sommer voller Volksmusik im Freien

Die Moritatensänger bei einem Auftritt vor dem Mittertor in Rosenheim im Sommer 2008.
+
Die Moritatensänger bei einem Auftritt vor dem Mittertor in Rosenheim im Sommer 2008.

Wer die Zeitungen aufschlägt, kann voll Freude feststellen: In ganz vielfältiger Weise trägt die Volksmusik mit ihren unterschiedlichen Formen zu einem breiten öffentlichen Kulturbild in unseren Städten, Märkten und Orten bei.

Die großen Volksfeste und auch die großen Volksmusikveranstaltungen finden in Corona-Zeiten nicht statt – aber es haben sich neue kleinere Formen gebildet, die die Volksmusik ganz nahe an die Menschen heranbringen – im Freien, da vor allem auch Veranstaltungen in Sälen, in Innenräumen von Gaststätten, in Vereinsheimen und Kirchen mit umfassenden Auflagen verbunden sind.

Aber die Kreativität der Menschen, die musizieren und singen wollen, bringt schöne und neue Formen im Freien und im kleinen, nachbarschaftlichen Umfeld zum Blühen! Dabei erleben auch viele „alte“ und früher ganz normale Sing- und Spielgelegenheiten eine Re-naissance: Singen auf der Hausbank oder Musizieren im Gartenhäusl, im Wirtshausgarten oder im offenen Salettl, herumziehende Musikanten in den Ortschaften und Städten, Straßenmusik und Bänkelsänger, Andachtsformen mit geistlichen Liedern vor den Kirchen und in freier Natur, Musizieren vor Altenheimen oder Krankenhäusern, Singen bei Wanderungen und vieles mehr. Das Volksmusikarchiv unterstützt all diese wunderbaren neuen oder alten „Corona-konformen“ volksmusikalischen Sing- und Spielgelegenheiten.

Für August und September 2020 planen verschiedene Kommunen besondere Angebote unter dem Arbeitstitel „Sommer in der Stadt“, da viele Menschen den Urlaub „dahoam“ verbringen. Dazu liegen uns etliche Anfragen vor, ob wir beispielsweise als Straßenmusikanten oder mit den Moritatensängern einen Beitrag in dieser besonderen Zeit leisten können. Natürlich stehen alle Aktionen unter Vorbehalt und hängen von den geltenden Vorgaben ab.

Die Angebote werden kurzfristig realisiert und über die Tagespresse und die kommunalen Internet-Seiten bekannt gegeben – oder geschehen einfach so, ohne vorherige Ankündigung. Gern helfen wir in diesen Zeiten mit Unterstützung unseres Fördervereins und bringen kleine musikalische Freuden etwa in die Fußgängerzonen oder vor die Seniorenheime!

Melden sie sich mit Wünschen und Anliegen im Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern, Krankenhausweg 39 in 83052 Bruckmühl, E-Mail: volksmusikarchiv@bezirk-oberbayern.de, Telefon: 0 80 62/51 64).

Landkreis und Stadt Rosenheim unterstützen wir mit dem Angebot „Singen am See“ vor Schloss Hartmannsberg oder als Straßenmusikanten und Bänkelsänger in der Rosenheimer Innenstadt. Dort laden am Donnerstag, 27. August, von 18 bis 21 Uhr die „Moritatensänger des Bezirks Oberbayern“ mit ihren alten Balladen, schaurigen Moritaten und lustigen Ereignisliedern die Passanten zum Verweilen ein.

Die Lieder werden auf der großen Bildertafel wie bei den alten Bänkelsängern früherer Generationen vorgezeigt. Die Zuschauer sind zum Mitsingen eingeladen. Dazu stehen kleine Taschenliederheftchen bereit, die auch mitgenommen werden dürfen.

Kommentare