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„Du sollst a Wunder werdn!“

56. Alpenländische Adventsingen des Trachtenvereins Rosenheim I Stamm

Die Geschwister Bauer aus Grainbach sangen innig und gläubig.
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Die Geschwister Bauer aus Grainbach sangen innig und gläubig.

Eigentlich wäre es schon das 56. Alpenländische Adventsingen des Trachtenvereins Rosenheim I Stamm in der Klosterkirche St. Sebastian gewesen, wegen der Corona-Pandemie war es nun das 54. – auch noch eine beachtliche Zahl, die von Durchhalten und Tradition zeugt.

Rosenheim – Wieder hatte Monika Fackeldey die Programmzusammenstellung übernommen und wieder spielte sie selber mit, in der „Vollhoiz-Musi“ mit ihrer Steirischen neben Gitarre und Kontrabass oder noch einer Steirischen.

Besinnlich und getragen

Getragene, besinnliche und bisweilen schwerblütige Landler und langsame Walzer waren es, die heimelige Stubn-Musi-Atmosphäre transportierten und bisweilen an Musik von Herbert Pixner erinnerten.

Eine sehr glückliche Hand hatte Franz Grießl mit der Textauswahl: Die Texte der Pastoralreferentin Hannelore Maurer von St. Nikolaus thematisieren in verständlicher Sprache den Brauch des Barbarazweiges, der pünktlich an Weihnachten erblüht, das Adventlied „Macht hoch die Tür“, die Engel und die Armut, in der Christus geboren wird.

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Von der Empore klangen volltönend und sauber intoniert die Klänge der Moosbach-Bläser mit fast schwungvollen, auf keinen Fall betulichen Weisen.

Satt-kernige Stimmen haben die vier Starnberger Fischerbuam, ihre Lieder voller herber Harmonien gestalteten sie dynamisch abwechslungsreich. Meist ließen sie sich von einer bisweilen schüchternen Harfe begleiten, das Lied „Es hod der Kaiser Augustus“ aber von den Bläsern: So entstand der Eindruck eines kaiserlich-majestätischen Befehls zur Schätzung, zumal die Sänger hier auch einen machtvollen Kommandoton anschlugen.

Volksliedhaft lakonisch

Die drei Geschwister Bauer aus Grainbach sangen ihre Lieder durchweg anteilnehmend, innig, ja gläubig, ganz dem gesungenen Inhalt hingegeben, mit klaren, reinen und wohlklingenden Stimmen. „Vor mir brauchts di ned fürchtn!“ sangen sie mit dem Erzengel Gabriel, „i bin ja bloß a Engl.“ So volksliedhaft schlicht und lakonisch wird Mariä Verkündigung erzählt mit der Prophezeiung: „Du sollst a Wunder werdn!“ Und sie hatten auch das Schlusswort mit dem herbschönen Lied „Wo is denn im Schnee no a Wegerl zu dir?“ von Gerhard Glawischnig (Text) und Günther Mittergradnegger (Musik) aus Kärnten mit den tröstenden Worten: „Wist mi tröstn, wirst mi tragn, werst mei Liacht für mi sein.“ Ein Licht in der Dunkelheit: Das will dieses Adventsingen alljährlich sein und es zauberte auch diesmal ein stilles Leuchten auf die Mienen der zahlreichen Zuhörer.

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