Münchner Gitarrentrio im Hans-Schuster-Haus in Rosenheim

Drei Gitarren begeistern

Das Münchner Gitarrentrio.  Foto steigenberger
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Das Münchner Gitarrentrio. Foto steigenberger

Schon längst ist das Münchner Gitarrentrio mit Alexander Leidolph, Thomas Etschmann und Mikhail Autropov über die Grenzen hinaus bekannt. Ihre Tourneen führten sie zum Beispiel bis nach Moskau. So hörten die zahlreichen Zuhörer im Hans-Schuster-Haus in Rosenheim ein interessantes Programm mit Werken von der Klassik bis zur "sanften" Moderne. Antonio Vivaldis (1678 bis 1741) Concerto D-Dur für Laute und Streicher zu Beginn gewann hier in der Bearbeitung für drei Gitarren einen eigenen, homogenen Reiz. Luigi Boccherinis (1743 bis 1805) "Introduction Fandango" begeisterte durch die mitreißende Interpretation in der Bearbeitung für Gitarrentrio und seinen Anleihen beim Flamenco.

In andere Klangwelten führte die Komposition "Carnaval" von Patrick Roux (geboren 1962). Immer wieder faszinierte die Präzision des Spiels bis in die höchsten Lagen, die aber nie Selbstzweck wurde, sondern immer im Dienst der Musik stand. Einer der Höhepunkte des Konzerts war die Bearbeitung für Gitarrentrio der "Carmen-Suite" von Georges Bizet (1838 bis 1875): Aragonaise, Habanera, Toreadors, Entracte und Gypsy Dance. Großartige Musik, perfekt interpretiert.

Nach der Pause waren zuerst drei Kompositionen von Isaac Albeniz (1860 bis 1909) zu hören. Nämlich "Aragn", "Orientale", "Sevilla". In die "sanfte" neuere Musik führten "Pavane" von Gabriel Fauré (1845 bis 1924), "Baio de Gude" von Paulo Bellinati (geboren 1950) und "Cava", eine interessante Eigenkomposition des Trio-Mitglieds Thomas Etschmann (geboren 1959).

Zu erwähnen sind auch noch die abwechselnd vorgetragenen witzigen Ansagen, die sicher manchem Zuhörer das Verständnis erleichterten. Zugaben und viel Beifall beendeten das Konzert.

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