„Django 3000“: Mehr als nur Balkan-Party

Die vier „Djangos“bewiesen bei ihrem Auftritt stilistische Vielfalt. Friedrich

Rosenheim – Seit Anfang Oktober sind „Django 3000“ auf Tournee und stellten unter anderem in Frankfurt, Stuttgart und Würzburg ihre neuen Songs vor.

Und endlich auch in ihrer Heimat, wo die Band vergangenen Freitag dem tanzfreudig aufgestellten Publikum im Ballhaus einheizte. Mit viel Dampf und Tempo starteten die „Djangos“ ihren Auftritt mit „Im Sturm“ und leiteten gewissermaßen eine Django-Trilogie ein, denn am selben Ort sind auch noch die Ska-Band Django S. (14. Dezember) und Kabarettist Django Asül (2. Januar) zu Gast.

Kamil Müller besang im Rammstein-Stil den „Danz ums Feia“, dynamisch und kraftvoll, und die Musik fuhr den Hörern in die Beine. Spätestens bei den Nummern „Bonaparty“ und „Heidi“ gab es kein Halten mehr unter den Fans, und ein sehr übermütiger Anhänger musste von Geiger Flo Starflinger freundlich von der Bühne komplimentiert werden.

Die Band hatte viele musikalische Überraschungen im Gepäck und wechselnde, kreative Arrangements – und damit wesentlich mehr als eine schnelle Balkan-Party. In „Meine Asche“ gab es Rap-Elemente zu hören, und sehr schön kam immer wieder Flo Starflingers melodiöses Violinspiel zum Tragen, das eine Besonderheit im Django-Sound ausmacht. Unterstützt von Schlagzeuger Jan-Philipp Wiesmann und Korbinian Kugler am Kontrabass lief Sänger Kamil zur Hochform auf und präsentierte auf Spanisch einen „Paco“, mit launiger Publikumsansprache und in Fetenstimmung. Andere Passagen gerieten ein wenig leiser, so gab es auch Riesenapplaus für ein feines Akustik-Intro und ruhigere Töne.

Gemeinsam gerockt und gerappt

Die Post ging richtig ab, als sich die Djangos ihre Vorband zum gemeinsamen Rocken und Rappen auf die Bühne holten zu „Wo bist Du“ – toller Titel! Und dass man auch mit reinen Rhythmusinstrumenten eine richtig gute Nummer spielen kann, zeigten Wiesmann und Kugler in einem „Schlagzeug und Bass“-Duo, das den Saal mit eindringlicher Rhythmik zum Kochen brachte. „Django 3000“ überzeugten mit einem tollen Konzert nicht nur als Party-Band, sondern auch mit Kreativität und Potenzial.

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