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Die sieben Marien der Alten Welt

Farbfotos berühmter Marien-Wallfahrten mit Zugaben: figürliche Nachbildungen von Marien-Gnadenbildern.
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Farbfotos berühmter Marien-Wallfahrten mit Zugaben: figürliche Nachbildungen von Marien-Gnadenbildern.

Altötting. – Von Frankreichs heiligem Louis Grignion de Monfort stammt der Gedanke: Nur über die Himmelsmutter führt der Weg, auf dem das Ziel erreicht werden kann: Jesus, Gott.

Die Alte Welt, Europa, sieht die Gestalten der wundertätigen Mutter des Herrn als Schatz-Schreine (englisch: „Shrines“) in mehrfacher Ausfertigung an sieben Orten. Sie reichen in west-östlicher Richtung von Portugal bis Polen: von Fátima über Lourdes in Frankreich, Einsiedeln in der Schweiz, Altötting im „Herzen Europas“, Loreto in Oberitalien, Mariazell in der Steiermark bis Czestochowa. Alle diese Orte sind berühmte katholische Pilgerstätten, die meistens vielbesuchte und vielfach nachgearbeitete Statuen des Gnadenbildes, im Falle Czestochowa ein Gemälde der allerseligsten Jungfrau Maria, beherbergen. Seit vielen Jahrhunderten – mit Ausnahme von Lourdes (1858) und Fátima (1917) – sind sie oft angesteuerte Ziele von Hilfe- und Heilsuchenden.

Ihnen gemeinsam ist, was auf Englisch so ausgedrückt wird: „They provide spiritual consolation and new strength for living“. Sie spenden Trost und neue Lebenskraft. Man begebe sich in die Fußstapfen der Marien-Pilgerschaft und erfahre so, was Europa ist, was Europa verbindet. Dieser Aufruf kann auch als Einladung zum Besuch einer Fotoausstellung der „working group“ – „Shrines of Europe“ – verstanden werden, gegründet vor 25 Jahren. Im Herzen Bayerns startet die Schau. Sie geht anschließend auf Wanderschaft. Zu sehen sind hauptsächlich meist große, Treppenaufgang und Wände füllende Farbfotos aus den sieben europäischen Marienwallfahrtsorten. Im Mittelpunkt: das jeweilige Gnadenbild, entweder die Gottesmutter allein wie in Fátima und Lourdes oder mit dem Jesuskind auf dem Arm. Von den sieben weltweit bekannten Marienfiguren sind vier schwarz: Altötting, Loreto, Czestochowa und Einsiedeln. Mariazell weist allerdings zwei verschiedene Gnadenbilder auf, das ältere ist die sitzende „Schatzkammer“-Figur, das jüngere die stehende Muttergottes mit Kind vom Basilika-Altar. Darauf wird in der gratis ausgehändigten Broschüre nicht eingegangen. Genau genommen sind es also acht Madonnen. Der seit 2016 existente Altöttinger Neustifter-Brunnen „Shrines of Europe“ nahe dem Kongress-Kulturforum spielt in der Ausstellung leider nicht mit. „Shrines of Europe“ kann ihren touristischen „Touch“ nicht verbergen. Will es auch nicht; die genannten Kommunen sind „Members“, Mitglieder einer Interessengemeinschaft.

„Wie wäre es, drei Länder und drei Heiligtümer in sechs Tagen zu besuchen?“, fragt die Broschüre mit Blick auf eine Reise nach Einsiedeln, Altötting und Mariazell. Die drei deutschsprachigen Heiligtümer eigneten sich, so suggeriert der Text, durch „die geringen Entfernungen … perfekt für eine kurze, sechstägige Tour“, per Bus oder mit dem Auto. Das Ansinnen, sich auf eine dreifach „greifende“ Marienpilgerfahrt zu begeben, spiegelt sich in diversen Großfotos.

Es geht, etwa im Fall von Mariazell, auch um touristische Aspekte, etwa wenn gezeigt wird, wie Pirker Lebkuchen verziert werden. Da lobt man sich so treffliche Fotomotive aus den Wallfahrtsorten Fátima und Loreto mit ihren überlebensgroßen Gnadenbild-Repliken, die bei Prozessionen durch die Straßen getragen werden.HANS GÄRTNER

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