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Kunstausstellung

Der Zauber der „Belle Époque“ in der Städtischen Galerie Rosenheim

Gab einer ganzen Kunstepoche ihren Namen: Die 1895 gegründete Zeitschrift „Jugend – Münchner illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben“.
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Gab einer ganzen Kunstepoche ihren Namen: Die 1895 gegründete Zeitschrift „Jugend – Münchner illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben“.

Die Kunst des Jugendstil in ihren vielseitigen Facetten präsentiert eine neue Ausstellung in der Städtischen Galerie Rosenheim. Viele der Kunstwerke und Objekte haben einen regionalen Bezug. Start ist am 16. Dezember.

Rosenheim – Schwärmerisch blickte man nach dem Ersten Weltkrieg zurück auf die Zeit des ausgehenden 19. Jahrhunderts und frühen 20. Jahrhunderts und erklärte sie nachträglich zur „Belle Époque“ – zur „schönen Epoche“. Getragen vom technischen Fortschritt in allen Lebensbereichen, wuchs der Wohlstand des Bürgertums. Die neue materielle Sicherheit und allgemeine Aufbruchsstimmung schlug sich auch in der Kunst nieder, die von glanzvoller Eleganz und Sinnlichkeit durchzogen war und in Deutschland als Jugendstil bezeichnet wurde.

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Die Ästhetik der Jahrhundertwende

Die Ausstellung „La Belle Époque – Zauber des Jugendstils“, die vom 16. Dezember bis 1. Mai in der Städtischen Galerie Rosenheim zu sehen ist, führt zurück in die Ästhetik der damaligen Zeit und präsentiert international bekannte, aber auch regionale Werke des Jugendstils.

Eine Region im Aufschwung

Rosenheim erlebte in der Hochphase der „Belle Époque“ einen enormen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung. Kulturinstitutionen wurden gegründet, ambitionierte Bauprojekte veränderten das Stadtbild, eine öffentliche Kunstsammlung wurde eingerichtet. Rosenheim, der Chiemgau und das Inntal standen für Impulse aus den großen Kunstzentren Wien und München offen, was zur vergleichsweise frühen Etablierung des Jugendstils in der Region führte.

Schloss Neubeuern auch dabei

Kunsthistorikerin und Kuratorin Dr. Olena Balun hat für „La Belle Époque“ Jugendstil-Arbeiten aus der Sammlung der Städtischen Galerie, aus Schloss Neubeuern, dem Stadtarchiv Rosenheim sowie dem Städtischen Museum Rosenheim und der Kunstsammlung der Marktgemeinde Prien erschlossen.

Gemeinsam mit einer Vielzahl privater Leihgaben und ausgewählter Leihgaben des Münchner Stadtmuseums sowie der Städtischen Galerie im Lenbachhaus München offenbaren die Objekte in der Ausstellung nicht zuletzt die Mannigfaltigkeit des Jugendstils, die alle Genres von Zeichnung bis Grafik, Malerei, Bildhauerei und Angewandter Kunst durchdrang.

Franz von Stuck: „Medusa“, Fächerelement (Detail), Öl/Holz/Pappe, 1902.

Kunst für alle Lebensbereiche

Im Bestreben, eine stilvolle Kunst mit hochwertiger Qualitätsarbeit zu verbinden, erfasste der Jugendstil alle Lebensbereiche – vom Teller, über Weingläser bis hin zum Beistelltischchen, vom Haarkamm bis zu Zeitschriften, vom Treppenaufgang bis zur Hausfassade – alles wurde atemberaubend ästhetisch, märchenhaft mystisch und doch voll fließender Leichtigkeit gestaltet, um mit einer facettenreichen Pracht aus Farbe, Form und außergewöhnlicher Materialverarbeitung die menschlichen Sinne unvermittelt anzusprechen.

Internationale und regionale Künstler

Neben Werken international berühmter Künstler wie Franz von Stuck, Henry van de Velde oder Alfons Mucha werden Arbeiten regionaler Künstler wie Emil Thoma, Hans Müller-Schnuttenbach oder Rudolf Sieck in der Ausstellung gezeigt und dabei die vielfältigen künstlerischen Interaktionen veranschaulicht, die sich eben keineswegs auf die europäischen Metropolen beschränkten. (re)

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