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Zauberkünstler der Kammermusik

Das „Trio con Brio Copenhagen“ aus Dänemark begeistert in Neubeuern

Von dunkel-herb bis witzig-virtuos: Soo-Jin Hong (Violine), Jens Elvekjaer (Piano) und Soo-Kyung Hong (Violoncello) brachten ihre Instrumente im Schlosssaal von Neubeuern traumwandlerisch sicher zum Klingen.
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Von dunkel-herb bis witzig-virtuos: Soo-Jin Hong (Violine), Jens Elvekjaer (Piano) und Soo-Kyung Hong (Violoncello) brachten ihre Instrumente im Schlosssaal von Neubeuern traumwandlerisch sicher zum Klingen.

Enthusiastischer Applaus am Ende eines zauberhaften Abends: Mit internationalem Flair, spektakulärem Können an den Instrumenten und einer runden Mischung bei der Auswahl der Musik sorgte das „Trio con Brio“ für ein unvergessliches Erlebnis im Schlosssaal.

Neubeuern – „Es ist sehr schön für uns, hier zu sein“. Mit diesen Worten bedankte sich Pianist Jens Elvekjaer vom Trio con Brio Copenhagen für den begeisterten Schlussbeifall des Publikums. Im Schlosssaal von Neubeuern spielte Elvekjaer zusammen mit seinen Partnerinnen Soo-Jin Hong (Violine) und Soo-Kyung Hong (Violoncello) Klaviertrios von Haydn, Ravel und Arensky. Für ihr letztes Konzert in diesem Jahr waren die drei Musiker extra aus Kopenhagen angereist.

Variantenreiches Spiel von fein bis stürmisch

Zunächst erklang Haydns Es-Dur Klaviertrio Hob XV:28. Die farbige Melodik und die Pizzicati im Allegro moderato brachte das Trio con brio Copenhagen mit Frische und Lebendigkeit zu Gehör. Wunderbar anzuhören war der langsame Beginn des Satzes, dessen musikalische Intimität und Feinheit beglückten. Im Gegensatz dazu kennzeichneten das Allegretto ein langes Klaviersolo, dunkle Bassrhythmen und herbe Streicherklänge. Das stürmische Finale spielten die Musiker mit Hingabe und Leidenschaft.

Einen impressionistischen Klangzauber verströmte Ravels einziges Klaviertrio in a-moll aus dem Jahre 1914, in dem vom Schrecken des Krieges nichts zu spüren ist. Nach dem duftigen Beginn des Klaviers ertönten träumerische Melodien, die mal zart zerflossen, mal harte, zerklüftete Brüche aufwiesen. Alle vier Sätze waren rhythmisch raffiniert. Einflüsse baskischer Volkstänze lassen sich ebenso finden wie von südosteuropäischer Musik.

Traumwandlerisch sichere Künstler

Das Trio con Brio Copenhagen interpretierte das Werk mit einem Nuancenreichtum und einer Farbigkeit ohnegleichen. Die drei Musiker, die manchen Passagen mit geschlossenen Augen nachzusinnen schienen, spielten mit traumwandlerischer Sicherheit, klanglich dicht und transparent.Gelegentlich an Salonmusik erinnerte das Klaviertrio in d-moll op. 32 von Anton Arensky. Seinen melancholischen Charakter brachten die Musiker aus Kopenhagen innig und ausdrucksvoll zum Erklingen. Das elegische Allegro moderato wurde abgelöst von einem tänzerisch anmutenden Scherzo, dessen witzig-virtuose Passagen das Publikum begeisterten.

Enthusiastischer Beifall vom Publikum

Sanfte Glockenklänge erzeugte das Klavier zum sonoren Cello im elegischen dritten Satz, dem Herzstück der Komposition. Das von Cello und Geige gespielte traurige Thema verfehlte bei den Hörern nicht seine Wirkung. Das Finale, in dem das zum Mitsummen animierende schlichte Thema in zarten Einschüben erneut ertönte, spielte das Trio con Brio Copenhagen mit bezwingender Kraft und Dynamik.

Für den enthusiastischen Beifall des Publikums bedankten sich die Musiker noch mit dem zauberhaften Andante aus Dvoraks „Dumky“ Trio.

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