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Benefizkonzerte

Collegia Musica: Klassik-Perlen für den guten Zweck

Eine lebendige Mischung: Profi-Musiker, Musikstudenten und ambitionierte Laien haben sich in der Collegia Musica Chiemgau zusammengetan.
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Eine lebendige Mischung: Profi-Musiker, Musikstudenten und ambitionierte Laien haben sich in der Collegia Musica Chiemgau zusammengetan.
  • VonChristl Auer
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„Endlich wieder Konzerte“ – nach zweijähriger Zwangspause brennt Elke Burkert darauf, den Taktstock zu schwingen und dabei musikalisches Hochgefühl mit sozialem Engagement zu verknüpfen. Die Termine für drei Benefiz-Konzerte stehen nun fest.

Obing/Übersee – Seit 2013 leitet die diplomierte Konzertsängerin und Kapellmeisterin die Collegia Musica, die sie ausschließlich für Benefizkonzerte ins Leben gerufen hat. In jedem Konzertprojekt steckt viel Herzblut und rund 600 bis 700 Stunden ehrenamtliche Arbeit.

Unbekannte, aber hörenswerte Werke

Umso enttäuschender war es für die engagierte Musikerin, dass sie ihre geplanten Benefizveranstaltungen wegen der Pandemie dreimal verschieben musste, ehe sie endgültig abgesagt wurden. Doch „in Gottes Namen“ – so beginnt die Dirigentin jedes ihrer Konzerte – nun können sich nicht nur Klassikliebhaber wieder auf die Darbietungen des Projektorchesters in symphonischer Besetzung freuen.

Ein Markenzeichen der Collegia Musica besteht darin, weitgehend unbekannte, aber hörenswerte Werke neu zu entdecken. Mit dem Faible fürs Besondere gräbt die Orchesterchefin gerne in den musikalischen Schatztruhen nach Kompositionen, die ihrer Meinung nach „zu Unrecht unbekannt sind und es keinesfalls bleiben sollten“.

Profimusiker und ambitionierte Amateure

Nicht nur die Auswahl die Werke großer Meister, sondern auch die Zusammensetzung des Ensembles sind reizvoll. Profimusiker auf hohem Niveau treffen auf Musikstudenten und ambitionierte Amateure.

Elke Burkert.

Nicht von ungefähr wurde die Collegia Musica vor wenigen Monaten in die Förderprogramme des Bundes für den kulturellen Neustart in Deutschland, Impuls und den Bundesverband Chor und Orchester. aufgenommen. „Das ist eine Anerkennung unserer Arbeit“, freut sich Burkert. Das schaffe Beachtung in Fachkreisen und vor allem ein wenig mehr finanziellen Spielraum. So müsse man nicht ununterbrochen bei Firmen und Sponsoren anklopfen, um die Unkosten decken zu können, obwohl die Akteure ausnahmslos auf ihre Gage verzichten. Die Mitglieder des hochkarätigen Ensembles kommen aus dem Chiemgau, aus ganz Deutschlands und Europa. Dabei sind untr anderem Musiker aus dem Bad Reichenhaller Philharmonischen Orchester, der Bayreuther Festspiele, dem Theater Freiburg, dem Mozarteum Orchester Salzburg und dem Münchner Rundfunksinfonieorchester. So haben junge Talente die Gelegenheit, von Profis zu lernen und gleichzeitig wird auch die internationale Kommunikation und Zusammenarbeit von Musikern gefördert.

Bad Reichenhall, Übersee und Obing

So stehen bei den Konzerten „Miserere Nobis“ in Bad Reichenhall, Übersee und Obing neben der bekannten Orchestersuite Nr. 3 in D-Dur von Johann Sebastian Bach, ein Adagio von Samuel Barber und ein unbekanntes Werk aus der Frühklassik für Orgel und Orchester von Ferdinando Paër auf dem Programm. Solist ist der Bad Reichenhaller Organist und Kirchenmusikdirektor Matthias Roth. Durch das Programm führt die Moderatorin Katrin Lion. Am Dirigentenpult steh die Initiatorin selbst.

Sozialer

Erfolgreiche Solistin und Dirigentin

Bereits seit über 30 Jahren setzt sich die Wahl-Obingerin aus Dankbarkeit über ihre Genesung nach einer kompletten Querschnittslähmung mit Wohltätigkeitsveranstaltungen für soziale Projekte ein. Der Bayerische Rundfunk bringt am Sonntag, 24. Oktober, auf Bayern 2 in der Sendung „Musik für Bayern“ einen 30-minütigen Beitrag über die Collegia Musica Chiemgau und ihre Frontfrau. Zu hören sind dann unter anderem Ausschnitte aus Konzerten des Orchesters und aus früheren Liederabenden der Altistin.

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Als Edelknabe in Lohengrin und Lehrbube in den Meistersingern bei den Bayreuther Festspielen, in Oratorien wie Händels „Messias“ auf Konzertbühnen in Europa, USA, Kanada und Südamerika und mit Rundfunk-, Fernseh-, Platten- und CD-Aufnahmen mit den namhaftesten Orchestern als Solistin und Dirigentin hat Elke Burkert in ihrer Karriere alles erreicht. Ein Leben ohne klassischen Klängen ist für sie nur schwer vorstellbar.

Programme für die nächsten 50 Jahre

Die Chancen für ihr Herzensprojekt, die Collegia Musica, die seit 2014 als gemeinnützig anerkannt ist und 2015 den Deutschen Bürgerpreis des Landkreises Traunstein erhielt, stehen also gut.

„Ich habe bereits Programme für die nächsten 50 Jahre im Kopf“ verrät Elke Burkert mit ungebremstem Tatendrang.

Drei Konzerttermine

Die Benefiz-Konzerte „Misere nobis“ mit der Collegia Musica Chiemgau finden am Samstag, 30. Oktober, in der Konzertrotunde Bad Reichenhall statt, am Sonntag, 31. Oktober, in der Kirche St. Nikolaus in Übersee sowie am Montag, 1. November (Allerheiligen), in der Kirche St. Laurentius in Obing. Beginn ist jeweils um 17 Uhr. Zu hören ist Musik von Bach, Barber und Paër. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten. Die Überschüsse kommen der Bürgerstiftung Hochwasserhilfe im Berchtesgadener Land und der Weihnachtsaktion „OVB-Leser zeigen Herz 2021“ zugute. Eine Reservierung ist erwünscht unter

www.collegia-musica-chiemgau.de oder per E-Mail an tickets@collegia-musica-chiemgau.de Restplätze sind jeweils am Eingang ab 16 Uhr erhältlich.

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