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Zwei Clowns heben ab

Charme und kindliche Leichtigkeit mit RigoL & tOrF

Artistische Einlage: „RigoL & tOrF“ alias Emmeran Heringer und Stefan Pillokat geben auf der Bühne Vollgas
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Artistische Einlage: „RigoL & tOrF“ alias Emmeran Heringer und Stefan Pillokat geben auf der Bühne Vollgas
  • VonKarin Wunsam
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Sie gehören als unterhaltsames „Nebenprogramm“ schon fast zum Stadtbild. Nun präsentieren Emmeran Heringer und Stefan Pillokat alias „RigoL und tOrF“ ihr neues abendfüllendes Bühnenprogramm und sorgen mit „Köstliches Wirrwarr“ für beste Unterhaltung

Rosenheim – Mit Charme und kindlicher Leichtigkeit verzauberte das Rosenheimer Clownduo RigoL & tOrF das Publikum am Wochenende im Hans-Fischer-Saal im Künstlerhof am Ludwigsplatz. Emmeran Heringer und Stefan Pillokat bewiesen bei „Köstliches Wirrwarr“ als „Gebr. v. Groeingen“ enormes Verkaufstalent, funktionierten als „Gebrüder Karamsov“ mittels Meterstab und altem Telefon die Bühne zum Flugzeugcockpit um und gingen dann auch noch mit einem Bobby-Car Gassi.

Zwei Clowns für einen ganzen Abend

RigoL & tOrF kennt man in Rosenheim vor allem als unterhaltsames „Nebenprogramm“, beispielsweise bei Veranstaltungen wie der „Langen Nacht“, bei der sie dann auch mal auf Stelzen durch die Stadt wandern und die Besucher zum Lachen bringen. Mit „Köstliches Wirrwarr“ präsentieren sie nun ihr drittes abendfüllendes Programm unter der Regie von Julia Urban, die man von Produktionen wie den Komödienstadel oder den Rosenheim-Cops kennt.

Alle Plätze im Saal waren bei der Premiere am Samstagabend besetzt. Unter den Zuschauern waren auch einige Kinder, aber hauptsächlich richtete sich das Programm an Erwachsene.

Heringer und Pillokat sind studierte Clowns, echte Profis eben. Statt auf lauten Klamauk setzen sie auf feinen, hintersinnigen und eher leisen Humor.

Tanzen mit dem Alleskehrer

Als „Gebr. v. Groeingen“ versuchten sie, allerlei „nützliche“ Dinge an Mann und Frau zu bringen. Den Auftakt machte der gute alte Alleskehrer. Einst fehlte er in keinem Haushalt, heute ist er ein Stück Nostalgie. Dabei bringt das „mobile Endgerät“ doch so viele Vorteile mit sich. Mit zweien von ihnen, in der Trendfarbe „türkis light“, lässt sich dann sogar eine kleine Tanzshow aufführen, wie Heringer und Pillokat mit großen Gesten eindrucksvoll bewiesen.

Mitgebracht hatten sie dann auch noch einen alten Hometrainer, natürlich auch in der vermeintlichen „Trendfarbe“. Sportlich wurde es mit diesem dann tatsächlich – aber nicht so, wie eigentlich gedacht. Auf hohen Koffern gestellt wurde aus dieser „Verkaufsvorführung“ ein akrobatisches Kunststück.

Unterhaltsame Reise für das Publikum

Ebenfalls viel zu lachen gab es mit den Gebrüdern Karamsov, denen aus Versehen ein weihnachtliches Hilfspaket zugestellt wird. Mit dem Inhalt – einem ausrangierten, zerlegten Kaffeekocher, einem Meterstab und einem alten Telefon – wissen die beiden allerdings zunächst einmal nicht viel anzufangen. Aber dann wurde aus dem Stab der Steuerknüppel eines Flugzeugs geformt, das Telefon zur Verbindung zum Tower genutzt und schon ging es ab auf eine ebenso abenteuerliche wie unterhaltsame Reise.

Sowohl die Gebrüder „Karamsov“ als auch „Gebr. v. Groeingen“ sind bei dem Clownduo alte Bekannte.

Alte Bekannte und neue Figuren

Bei ihrem neuen Programm stellten sie aber auch zwei neue Figuren vor: Emmeran Heringer schlüpfte in die Rolle eines Bobby-Car-Dompteurs, der es versteht, dem Spielzeugauto an der Leine so einige Kunststücke anzutrainieren und Stefan Pillokat mimte einen schüchternen Herren im besten Alter, der versucht, Bekanntschaft mit der Damenwelt in einem Tanzcafè zu machen. Besonders faszinierend dabei war seine Mimik, mit der er es ganz ohne Worte schaffte, eine ganze Geschichte zu erzählen.

Langweile kam an keiner Stelle auf. Der Ideen- und Verwandlungsreichtum der beiden Rosenheimer Clowns scheint grenzenlos. Dabei verstanden sie es auch gut, das Publikum immer wieder in ihr Spiel einzubeziehen.

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