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Blues Brothers mit Radetzkymarsch

„Music was my first love“ sang Robert Schmid, begleitet vom Ballorchester Stephanskirchen unter Regina Huber.  Janka
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„Music was my first love“ sang Robert Schmid, begleitet vom Ballorchester Stephanskirchen unter Regina Huber. Janka

Alljährlich bittet das Ballorchester Stephanskirchen im Antretter-Saal zum Neujahrskonzert, und viele Stephanskirchener füllen den Saal.

Heuer gab’s ein knackiges Programm von Johann Strauß bis zu den Blues Brothers, gut ausgesucht und gut zusammengestellt.

Für das Wort „Amateur“ gibt es im Deutschen ein viel schöneres Wort: Liebhaber. Ein Amateur-Orchester ist also ein Liebhaber-Orchester, mit Menschen, die Musik lieb haben – und die man auch dafür lieb haben muss. Zusätzlich hat so ein Orchester eine gesellschaftliche Funktion: Es führt Menschen zusammen, die gerne Musik machen und stärkt so den gemeindlichen Zusammenhalt: sozialer Kitt sozusagen. Auch dafür muss man das Ballorchester Stephanskirchen lieb haben. Deswegen ist es auch nicht so wichtig, wenn das Ergebnis nicht perfekt ist: Das gemeinsame Genießen von Musik ist das Ziel, das Verbreiten von guter Laune mittels Musik. Und das gelang dem Ballorchester durchaus. Das von der Dirigentin Regina Huber zusammengestellte Programm zündete, sie schlug immer wacker den Takt, sodass der richtige rhythmische Impetus gefunden und durchgehalten wurde – auch wenn das „Wiener Blut“ etwas einförmig wallte und der Radetzkymarsch zu einem tänzerischen Geschwindmarsch wurde. Der Samba „Brazil“ ging in die Beine und die „Blues Brothers Revue“ riss mit, exakte Bläser und eine feurige Bassgitarre elektrisierten das Publikum. Im „Fandango“ von Frank Perkins präsentierten sich schmissig die Saxofone.

Fürs Elegische war die Oboe von Ernst Hollweck zuständig in „Gabriel‘s Oboe“ des berühmten Filmkomponisten Ennio Morricone. Nicht verständlich war allerdings, dass im Orchester Mikrofone verwendet wurden, die den Gesamtklang etwas knallig machten.

Als Sänger verbreitete auch Robert Schmid gute Laune. Mit angenehmer und sympathisch-lockerer Stimme sang er „Funiculi-Funicula“, war ein fröhlicher „Junger Mann im Frühling“ und verkündete am Ende emphatisch-glaubwürdig: „Music was my first love“ – ein Motto, das über dem gesamten Konzert hätte stehen können: Musik ist die Liebe aller, die da spielten, und das Publikum überschüttete sie deshalb mit liebendem Applaus.

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