Bilder von berauschender Farbfülle

Klostergarten auf der Fraueninsel. Hubert Niggl, Öl auf Hartfaser, um 1980.
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Klostergarten auf der Fraueninsel. Hubert Niggl, Öl auf Hartfaser, um 1980.

Gstadt – Großartige Werke, einmalige landschaftliche Impressionen, Blumen, Stillleben und Porträts machen die Ausstellung der Gailer Fine Art Chiemsee in der Tourist-Info Gstadt erneut zu einem Erlebnis.

Die bereits für Ostern geplante Ausstellung kann nun gezeigt werden und bietet dem Besucher auf einer Zeitreise durch zwei Jahrhunderte eine bunte Vielfalt an Motiven und Eindrücken. Seit 40 Jahren zeigt die Gailer Fine Art Chiemsee hochwertige Kunst der Chiemseemaler und der Münchner Schule mit immer neuen Werken und auch diesmal gewähren die über 150 ausgestellten Raritäten Ein blicke in die hervorragende Malkunst alter und neuer Meister.

Eines der ältesten Gemälde ist der „Chiemseefischer im Einbaum“ von Adolf Lier, entstanden um 1860. Franz von Defregger malte um 1890/95 das „Dirndl“, ein reizendes Porträt, in dem sich die Perfektion seines Malstils zeigt. Im Jahre 1918 entstand das Bild „Feierabend“ von Hiasl Maier-Erding. Das Werk zeichnet sich durch eine einzigartige Stilistik in Farbe und Malweise aus. „Vergnügliche Stunden in Gröben“, schrieb Hiasl Maier-Erding in ein Notizbuch während eines Aufenthaltes bei seinem Freund und Gönner Heinrich Simhart und dessen Tochter Klotilde, die den Künstler sehr verehrt hat.

Josef Wopfner war ein bekannter Vertreter der Münchner Schule. Dies ist ein Malstil der Münchner Malerei des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Er zeichnet sich durch Genauigkeit und Naturalismus bei der Darstellung aus. Typische Genres waren Landschafts-, Historien- und Porträtmalerei.

Am Chiemsee, den Josef Wopfner etwa 40 Jahre lang besuchte, fand er zahlreiche Motive, malte auch aus dem Leben der Fischer und Bauern. Um 1920 entstand das Kunstwerk „Sommertag am Chiemsee“ in Öl auf Leinwand. Es zeigt die Szene einer Fischerfamilie vor atemberaubender Kulisse. Durch diese Motive wurde der Tiroler Künstler einer der bekanntesten und populärsten Chiemseemaler.

Ein festliches Blumenarrangement in Pastellkreide ist das „Stillleben mit Schneeballen, Goldregen und Phlox“ von Albert Stagura aus dem Jahre 1925. Theodor Hummel, Zauberer der Koloristik, malte um 1925 einen „Leuchtenden Strauß“. Um 1940 entstand die „Ackerwinde am Chiemseeufer“ von Rudolf Sieck. Er hat das Bild seiner Enkelin Vroni Eich gewidmet. Hier offenbart sich Siecks Liebe zur Botanik in jedem Detail.

Arnold Balwé gehört zu den neuzeitlichen Malern. Geboren in Dresden, ließ er sich in jungen Jahren in Übersee-Feldwies nieder und unternahm von dort viele Studienreisen. Hier fand er eine Fülle von Motiven für seine Landschaftsimpressionen. Beeindruckend ist der „Hausgarten (Feldwies)“, gemalt um 1940 und das Gemälde „Feldblumen“, entstanden um 1950. Immer wieder imponiert die Leuchtkraft der Farben, als Ausdruck einer überschwäng lichen Lebensfreude.

Die Ausstellung ist bis zum 20. Juni zu sehen. Öffnungszeiten sind täglich von 12 bis 17 Uhr. Aufgrund der geltendenden Hygienevorschriften kann es zu Wartezeiten kommen. fg

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