Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Arbeit mit Zahnbürste, Messer und Gabel

Bei der Ausstellung von Johannes John in Stephanskirchen gibt es expressive Farben im Großformat

Seine Werke drücken Impulsivität, Leidenschaft, Kraft und Dynamik aus: Johannes F. Johnbei der Führung durch die Ausstellungsräume der EM Chiemgau in Stephanskirchen.
+
Seine Werke drücken Impulsivität, Leidenschaft, Kraft und Dynamik aus: Johannes F. Johnbei der Führung durch die Ausstellungsräume der EM Chiemgau in Stephanskirchen.
  • VonElisabeth Kirchner
    schließen

„Sich Zeit nehmen“, empfiehlt Johannes F. John den Besuchern seiner aktuellen Ausstellung in den Akademieräumen der Firma EM-Chiemgau in Stephanskirchen. Eine bestimmte Farbe spielt in seinen Bildern eine ganz besondere Rolle.

Stephanskirchen – Johns Bilder – expressive Farben im Großformat – sind ohne Titel, denn Bilder werden für ihn nicht durch Titel oder Erklärungen bestimmt. Stattdessen soll sich der Betrachter in das Bild versenken, damit sich aus Johns abstrakter, experimenteller Kunst Gegenständliches herauskristallisiert.

Zerlaufenes Eis als Impuls

Bei Bild Nummer 20 dominieren türkis und blau, Ränder verschwimmen. John wurde durch zerlaufenes Eis zu dem Bild angeregt, während in den Augen der Betrachterin eine Unterwasserwelt zu leuchten beginnt. Beim Bild an der Treppe überwiegen gelb und lila. Für John ist die Farbexpressivität entscheidend: „Die Welt ist traurig genug.“

Lesen Sie auch: Die Wahrnehmung gerät aus den Fugen

Dass er ein Faible für Rot hat, lässt sich unschwer erkennen. Denn die Farbe in all ihren Schattierungen lässt er in all seinen Bildern aufleuchten: strahlend-helles Rot, karmesinrot, burgunderfarbenes Rot, purpurrot, orangerot, rubinrot. Die Farbe dominiere den Farbkreis, sagt John. Sie drücke Impulsivität, Leidenschaft, Kraft und Dynamik aus.

Arbeit mit Zahnbürste und Gabel

Und genau so entfaltet die Farbe ihre Wirkung vortrefflich in den lichtdurchfluteten Räumen des Gebäudes. Acryl und HKS-Farben („Die sind zäh und brauchen ewig zum Trocknen“) sind seine handwerklichen Mittel. In so manche Leinwand ritzt er anschließend mit Zahnbürste, Messer und Gabel Formen, Muster, Linien. Auf anderen Bildern werden nachträglich weitere Farbstriche und Motive aufgetragen, damit viel Hintergrund entsteht. Aus der Hand entwickelt John seine farbenfrohen Bildkompositionen.

Das könnte Sie auch interessieren: Ausstellung von Herbert Klee in Bruckmühl: Verhältnis der Menschen wird bildhaft ausgelotet

Losgelöst vom Gegenständlichen, die Wirklichkeit nicht reell abbilden, nicht oder nur angedeutet gegenständlich darstellen – das macht den Reiz seiner Kunstwerke aus. Die Foto- und Drucktechnik, die er oftmals einsetzt, erleichtert ihm das Arbeiten am Abstrakten. Da lohnt sich das genaue Hinsehen.

„Kunst zum Anfassen“

Es ist schwer auszumachen, was gemalt und was gedruckt ist. Haptisch wirken die Bilder allesamt, er nennt das „Kunst zum Anfassen“. Johannes F. Johns Bilder sind unverwechselbare Exponate, ein Vergleich zu Formen und Figuren in der Natur ist nahezu unmöglich. Die Bilder des Künstlers sind durch und durch positiv. Sie sind Kunst, die man gerne um sich haben möchte, weil jeder Blick auf die leuchtenden Farben Freude bringt.

Auch für Sie: Etablierte Künstler und neue Gesichter

Der freischaffende Künstler hat nach dem Studium an der Hochschule der Gestaltung in Kassel als Werbedesigner gearbeitet und lebt seit vielen Jahren in Stephanskirchen. Er sagt, für seine Kunst brauche er große Räume.

Fantasie wird angeregt

Fertig gerahmt und kopiert werde seine gedruckte Kunst auch bezahlbar. Eintauchen in die Welt der Farbe und die Bilder unvoreingenommen auf sich wirken lassen: Die Ausstellung bietet dafür ausreichend Gelegenheit. Noch bis einschließlich 24. Dezember ist sie während der Öffnungszeiten der EM-Chiemgau (montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr) in der Högeringer Straße 25 in Stephanskirchen geöffnet.

Mehr zum Thema

Kommentare