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Festivo

Beethoven in tiefen Zügen im Foyer von Schattdecor

Beglückende Momente bescherten Benjamin Schmid (Violine), Johannes Erkes (Viola), Laura Szabo (Cello) und Silke Avenhaus (Klavier) ihrem Publikum.
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Beglückende Momente bescherten Benjamin Schmid (Violine), Johannes Erkes (Viola), Laura Szabo (Cello) und Silke Avenhaus (Klavier) ihrem Publikum.

Für diesen Kammermusikabend hätte der Aufführungsort nicht besser gewählt sein können. Im lichten Foyer von Schattdecor spielten Benjamin Schmid (Violine), Johannes Erkes (Viola), Laura Szabo (Cello) und Silke Avenhaus (Klavier) im Rahmen des Festivo „Prima Stagione“ Beethovens Klavierquartett in Es-Dur op. 16 und von Robert Schumann das Es-Dur Klavierquartett op. 47.

Rohrdorf – In seiner Begrüßung freute sich Gastgeber Walter Schatt darüber, dass wieder mehr Besucher zur Musik eilen. Es sei für uns Menschen wichtig, sich abzulenken und wieder für wichtige Dinge zu begeistern. „Vergessen Sie heute die Nachrichten und nehmen Sie einen tiefen Zug Beethoven“, empfahl der Unternehmer.

Beschwingt und spielfreudig

Beschwingt und spielfreudig brachten die Musiker vom Festivo Beethovens Es-Dur Klavierquartett op. 16 zum Erklingen. Auf einen langsamen, tastenden Beginn folgte ein fröhliches Thema, das zum Mitsummen verführte. Die wiegende Melodik des Satzes, in dem alle Instrumente in einem gleichberechtigten dialogischen Wechsel standen, spielte das Festivo-Ensemble mit beglückender Leichtigkeit. Schön anzuhören waren die perlenden Klavierakkorde und der geschmeidig- kraftvolle Streicherklang.

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Lyrisch zart, ruhig und getragen mit duftigen Klaviertrillern erklang das Andante cantabile, beherzt und leidenschaftlich spielte das Quartett schließlich das Finale, das eine ungewöhnliche Variationenreihe aufweist und im heiteren Charakter ein wenig an Mozart erinnerte.

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Auch Schumanns Klavierquartett in Es-Dur op. 47 beginnt mit einer langsamen Einleitung, auf die vier kräftige Akkordschlägen im Klavier folgen. Die von Silke Avenhaus herrlich leicht dahingetupften Klavierläufe bildeten zur singenden Violine und dem warmen Ton von Bratsche und Cello einen berückenden Gegensatz. Ausdrucksvoll und klar interpretierten die vier Musiker die zahlreichen Variationen des ersten Themas.

Cello und Klavier im Zwiegespräch

Kontrastierte im Scherzo eine träumerische Gesanglichkeit zu unruhig auf- und absteigenden Achteln von Klavier und Streichern, berührte im Andante das zarte Zwiegespräch zwischen Cello und Klavier.

Den Schlusssatz interpretierte das Festivo-Ensemble mit einer derart fesselnden Leidenschaft und Perfektion, dass hinterher minutenlanger Beifall aufbrandete. Als Zugabe erklang noch einmal der wundervoll ruhige zweite Satz aus Beethovens selten gespielten Es-Dur Klavierquartett.

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