Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


THEATER WASSERBURG

Auszeichnung für „Weißwurstjahre“

Wolfgang Hauck übergibt die Urkunde an Claudia Schulz.  fkn
+
Wolfgang Hauck übergibt die Urkunde an Claudia Schulz. fkn

Wasserburg – Das Theater „Zwangsvorstellung“ aus Nürnberg erhielt im Theater Wasserburg den mit 4000 Euro dotierten Inszenierungspreis der 13.

Wasserburger Theatertage 2017. Die gekürte Produktion „Weißwurstjahre“ wurde im Anschluss an die Auszeichnung noch einmal gezeigt.

Wolfgang Hauck, Vorsitzender des Verbandes Freie Darstellende Künste Bayern, stellte es dem Publikum im Rahmen seiner Laudatio zur Wahl, ob es das Stück überhaupt sehen möchte. Es wollte. Als die Produktion im letzten Frühjahr auf den Wasserburger Theatertagen zu sehen gewesen war, hatte es aufgrund der kritischen Rezension bei Zeitungslesern für Empörung gesorgt. Es war von „Geschmacklosigkeit“, „Blasphemie“ und „Schmierentheater“ die Rede.

Die Jury der Theatertage hatte befunden, es lohne sich, einen Blick hinter diese „vordergründig klamaukige“ Fassade zu werfen und das Nürnberger Kollektiv, in dem fränkische Kabarettisten und Musiker wie Matthias Egersdörfer und Bird Berlin mitwirken, dafür zu ehren, dass es sich Themen widmet, ohne sich einem Publikumsgeschmack zu unterwerfen oder sich durch ein Tabu von scharfer Gesellschaftskritik abhalten zu lassen.

„Weißwurstjahre“ befasst sich mit Missbrauchsfällen in kirchlichen Einrichtungen. Der Mut zu dieser Themenwahl und die Kunst, sich dabei auf einem schmalen Grat zwischen Abartigkeit und Poesie, zwischen Übelkeit und Katharsis zu bewegen, sei beachtenswert, wertete die Jury. Claudia Schulz, Regisseurin und Autorin, nahm den Preis im Beisein zweier Kollegen entgegen.

Kommentare