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Vulkanerde und Steine finden sich in den Exponaten

Ausstellung „Radierungen und Bronzen“ von Andreas Legath in Bruckmühl

Andreas Legaths „Basento“ aus 2020 ist eine Strichätzung der Kaltnadel. Mitterer
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Andreas Legaths „Basento“ aus 2020 ist eine Strichätzung der Kaltnadel. Mitterer
  • VonUte Bößwetter
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Die Galerie Markt Bruckmühl stellt Werke des Künstlers Andreas Legath aus. Seine dort zu sehenden 112 Radierungen geben die karge trockene Landschaft des südlichen Italiens und der Insel Sardinien wieder.

Bruckmühl – Italien war und ist das Reiseziel des Malers Andreas Legath. Die karge und trockene Landschaft des südlichen Italiens oder der Insel Sardinien haben es ihm angetan. Die Landschaft, die keine Menschenhand je berührt hat, reizt ihn zur malerischen Gestaltung. Um seinen Werken Authentizität zu verleihen, bringt er Sand, Steine und Vulkanerden von seinen Reisen mit und fügt sie in seine Arbeiten ein, womit die Bilder selber zur Landschaft werden. Sie zeugen von Trockenheit, Dürre und Beschädigung durch Wind und Wetter. Diese großen Materialarbeiten sind derzeit in der Städtischen Galerie in Rosenheim zu sehen. In Ergänzung dazu präsentiert die Galerie Markt Bruckmühl die 112 Radierungen verschiedener Techniken Legaths zum gleichen Thema.

Niedrige Hängung der Exponate verdeutlichen die Anschauungsweise des Künstlers

Der Künstler nahm die Hängungen selber in dem alten Bürgerhaus vor. Die Exponate sind niedrig gehängt, sodass der Betrachter den Blick leicht nach unten wenden muss. Der Blickwinkel verdeutlicht die Anschauungsweise des Malers, der sein Interesse insbesondere auf die Strukturen und Beschaffenheiten des Bodens richtet. Die Rahmen besitzen alle die gleichen Abmessungen, die darin befindlichen Radierungen reichen von klein bis rahmenfüllend. Wie kann es sein, dass diese sehr ruhige Präsentation dennoch solch eine vitale Ausstrahlung hat? Legath beherrscht die verschiedenen Radiertechniken souverän und vermag damit die karge Stimmung der Landschaften in das grafische Werk zu transportieren. Die Ausstellung umfasst Arbeiten von 1982 bis heute.

Werke zeigen zu Beginn die heimatliche Umgebung

In den unteren Räumen hängen die jüngsten Arbeiten, im Dachgeschoss geht es zurück in die Studienjahre, wo einige Darstellungen von Fenstern den Anfang machen. Bereits hier wird der Blick nach draußen thematisiert, doch richtet sich bald von der heimatlichen Umgebung in die Ferne. Erste Eindrücke der Toskana finden den Weg in die grafischen Arbeiten, später auch die zerklüfteten schrundigen Landschaften des italienischen Südens. Die inhaltsgerechte Darstellung beginnt mit der Kaltnadel, die hohe Kraft beim Einreißen von Linien auf die Platte verlangt. Tiefe Einschnitte entstehen, sodass nach dem Farbauftrag die Kanten der Felsen plastisch hervortreten. Bei manchen Arbeiten ergänzt der Künstler diese Methode durch Aquatintagestaltung und gibt ihnen so eine malerische Note. Mit Reservage erreicht er pinselartige Darstellungen. „Vernis mou“ und weitere Techniken führen die angestrebte Komplexität eines Bildes herbei.

Exponatetitel geben Aufschluss über den Entstehungsort

Die Titel der Exponate geben Kenntnis von den jeweiligen Entstehungsorten. „Basento“ zeigt eine wilde, zerklüftete Flusslandschaft oder „Aliano“, eine für diese Gegend typische Ansicht von Lehmrücken mit Abbrüchen und Schluchten. Für das Werk „Valle dell inferno“ musste er auf Sardinien lange suchen. Matten Horizont sieht man auf den Bildern dieser Serie, der Blick richtet sich jedoch weitgehend auf den ausgedörrten verwitterten und schwer begehbaren Grund. Die Ausstellung wird ergänzt durch Bronzen, die in Gestalt von zerklüfteten Bergen der kaum bezähmbaren Natur, ein Denkmal setzen. Nicht Nachahmung sind Legaths Arbeiten, sondern ein Anregen die im Bild vorgestellten Landschaften weiterzudenken.

Weitere Kulturberichte aus dem Landkreis Rosenheim und dem Chiemgau finden Sie hier.

Die Ausstellung dauert bis Sonntag, 6. November, und ist mittwochs, von 14 bis 18 Uhr sowie am Samstag und Sonntag, von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Während der Öffnungszeiten ist die Galerie unter Telefon 08062/5307 erreichbar. Informationen gibt es unter www.galerie-bruckmuehl.de. BS

In Bruckmühl ergänzen Bronzen die Ausstellung des Künstlers.

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