Ausstellung in Seebruck: Der Zusammenhang von Tönen und Farben

Die spannende Welt der Töne und alle Töne im Ton sind ab 16. Oktober in der Ausstellung von Claudiha-Gayatri Matussek zu entdecken.
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Die spannende Welt der Töne und alle Töne im Ton sind ab 16. Oktober in der Ausstellung von Claudiha-Gayatri Matussek zu entdecken.

Eine sinneserlebnisreiche Kunstausstellung ist ab Freitag, 16. Oktober, in der Chiem-See-Bruckgalerie zu erleben: Unter dem Motto „Komm auf die Welllllllllllllt, dein Ton ist deine Farbe“, wird Claudiha-Gayatri Matussek ihren Gästen die spannende Welt der Töne und alle Töne im Ton näherbringen.

Von Kirsten Benekam

Seebruck– Als Mitbegründerin des Traunsteiner Kunstvereins 1983 ist die gebürtige Münchnerin auch im Chiemgau keine Unbekannte. Sie ist Oberton-Sängerin, Sonologin und bildende Künstlerin. Mit ihrer Kunst, zu der sie neben der eigenen Stimme auch Klangschalen, Farben und Pinsel verwendet, macht sie Zusammenhänge zwischen Sehen und Hören, zwischen Tönen und Farben und dem daraus entspringenden Gefühls- und Sinneswahrnehmungserlebens für den Betrachter spürbar.

Was haben Sehen und Hören miteinander zu tun?

Ihr Kunstschaffen wirft Fragen auf, zu denen sie sie selbst jahrzehntelang Antworten suchte – und fand. Was haben Töne und Farben, was das Sehen und Hören miteinander zu tun? Wird der Mensch emotional von (Farb-)Tönen und von klanglichen Tönen beeinflusst? Verändert sich das Sehen, wenn man den Gehörsinn und die eigene Stimme „schult“. Was macht die Arbeit an der Stimme, mit uns? Machen Töne Stimmungen, so wie Stimmungen Töne machen können? Und hat jeder Mensch „seine“ ihm eigene Farbe, so wie ein jeder auch eine eigene Stimmfarbe hat und erwächst nicht letztlich Kunst aus einem Lauschen nach innen und außen, aus „Stimmung“, „Färbung“, „Rhythmus“ und Sinneserlebnis?

Obertöne beeinflussen Pinsel und Stift

Wenn Claudiha-Gayatri Matussek sich mit den Naturfrequenzen ihrer Stimme beschäftigt, dann sieht sie danach Farben intensiver strahlen, kann anders mit Horizontale, Senkrechte und Diagonale in der Bildkomposition umgehen. Die Obertöne beeinflussen ihre Gestik mit Pinsel und Stift, machen ihre Welt wellig. So wellig, dass das L gleich zwölf Mal im Wort Platz hat: Jeder, der sich für die Wellllllllllllt von Ton und Farbe interessiert, wird sehen und hören und erzählt bekommen.

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