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Konzert an Christi Himmelfahrt

Empor auf der Himmelsleiter in der Pfarrkirche Aschau

Gelungen war das Zusammenspiel der Musiker und Sängerinnen.
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Gelungen war das Zusammenspiel der Musiker und Sängerinnen.
  • VonElisabeth Kirchner
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Die illuminierte Himmelsleiter am Nordturm der Aschauer Pfarrkirche und der Feiertag Christi Himmelfahrt: Robert Stufler, Kontrabassist der Sinfonia Aschau und Initiator der Aschauer Kirchenkonzerte, hatte dafür ein Programm aus barocken Kostbarkeiten und Kompositionen aus eigener Feder zusammengestellt.

Aschau – Für fünf Violinen, zwei Bratschen, zwei Celli, ein Kontrabass, dazu noch Orgel (beeindruckend als Begleitung und als Solistin hier Elena Badlo), Klarinette (souverän Josef Schlemer) und zwei Frauenstimmen (Sopranistin Irmingard Schütz und Altistin Monika Wallner-Grutsch glänzten mit klaren Stimmen) stand das Zusammenwirken im Mittelpunkt

Ein bisschen Mehr an dynamischen Kontrasten hätte dem Ensemble zwar gut angestanden, und dennoch ließen die musikalischen Kleinodien staunen, zog sich doch die Leidenschaft für barocke Klänge wie ein roter Faden durch das Programm.

Die Sonate 5 aus den Encaniae musices von Romanus Weichlein (1652 bis 1706) erinnerte an die Canzoni eines Gabrieli, beim Cellokonzert D-Dur von Carl Stamitz (1694 bis 1744) und dem Cellokonzert C-Dur op 14 Nr 6 von Giovanni Battista Cirri (1653 bis 1706) glänzte Götz van der Bey als Solist. Das instrumental dargebotene „A Chloris“ von Reynaldo Hahn (1875 bis 1947) für Klarinette und Streicher, das Concertino für Klarinette in F-Dur, op.19, Nr 1 von Carl Stamitz (1745 bis 1801) und der „poco vivace“ Satz aus dem Konzert E-Dur von Georg Philipp Telemann (1681 bis 1767) mit den Solisten Josef Schlemer (Klarinette), Bernhard Lorenz und Rupert Schäfer (beide Violinen) waren wohlfeiner Barock.

Polyphone Kunst

Das „Dank sei dir, Herr“ von Siegfried Ochs (1858 bis 1929), dem Largo aus der Oper „Xerxes“ von Georg Friedrich Händel nachempfunden, und das Offertorium pastorale in F-Dur von Ivan Zajc (1832 bis 1914) mit dem umgetexteten „Jesus ist der gute Hirte“ bestachen nicht minder. Johann Sebastian Bachs Fantasie und Fuge a-moll, BWV 561 wird leider nur selten gespielt. Umso schöner, dass im Konzert das Publikum in den Genuss von Elena Badlos Fingerfertigkeit und wunderbarer Registrierungskunst kam. Kanon und Gigue in D-Dur von Johann Pachelbel (1653 bis 1706) in der Original-Fassung für drei Soloviolinen (Bernhard Lorenz, Rupert Schäffer und Renate Birner) und Basso Continuo (Hans Stocker, Cello, und Elena Badlo, Truhenorgel) gelang formschön. Das Quintett ließ die polyphone Kunst von Kanon und Passacaglia wunderbar aufleben. Dazwischen gab es zwei Kompositionen von Robert Stufler (geboren 1937), die dem barocken Programm mit instrumentalen Zwischenspielen, unregelmäßigen Rhythmen und Wechseln in den Tonarten zuwiderliefen.

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„Alles geht vorüber“ und „Empor stieg Gott der Herr“ waren kurzweilige, eigenwillige und spannende Werke, die das Konzert belebten und verdeutlichten, wofür Sinfonia Aschau steht: Die Freude am musikalischen Zusammenspiel. Wohlfeine Klänge, empor auf der Himmelsleiter.

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