Arbeitsagentur ist „vorsichtig optimistisch“

Besuch mit Sicherheitsabstand:Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig und Michael Schankweiler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rosenheim. re

Rosenheim – Die deutsche Wirtschaft erlebt gerade einen beispiellosen Einbruch.

Die Rosenheimer Agentur für Arbeit beurteilt die Entwicklung des Arbeitsmarktes in der Region dennoch mit „vorsichtigem Optimismus“‘. Das berichtete der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rosenheim, Michael Schankweiler, der CSU-Bundestagsabgeordneten Daniela Ludwig bei einem Gespräch über die Auswirkun-gen der Corona-Pandemie auf den Arbeits- und Ausbildungsmarkt.

„Wir hatten im April aufgrund der Corona-Pandemie 3000 Arbeitslose mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres“, so Schankweiler. Er hoffe, dass die Arbeitslosigkeit nicht weiter in diesem Ausmaß ansteige. „Die Lockerungen für die Wirtschaft kamen zur rechten Zeit und waren auch wichtig“, zeigte sich Ludwig überzeugt. Sie bescheinigte Bund und Land gut auf die Krise reagiert zu haben.

Erfreulich ist die Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt. „Wir haben viele Unternehmen kontaktiert“, so Schankweiler: „Ein Großteil von ihnen hält an der Ausbildungsbereitschaft fest und will die Azubis auch zum 1. September einstellen.“ Ebenfalls positiv ist für die Arbeitsagentur, dass zahlreiche Betriebe ehemals ausgestellte Mitarbeiter wieder zurückholen.

Insgesamt sehen Schankweiler und Ludwig die Zwischenbilanz positiv. „Natürlich hatte der Lockdown für Handel, Gewerbe und Tourismus enorme Auswirkungen. Dennoch bin ich aufgrund der Entwicklung verhalten optimistisch“, sagte Schankweiler weiter. Beide waren sich einig, dass die Unternehmen in der Region hohes Verantwortungsbewusstsein bewiesen haben. Dies zeige die Statistik der Agentur. „Dafür bin ich sehr dankbar. Ich weiß, dass viele noch um ihre Existenz bangen und kämpfen müssen“, meinte Schankweiler.

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