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Mit akustischem Zauberkasten beim Gitarrenfestival

Alexander Misko erweist sich bei den „Saitensprüngen“ in Bad Aibling als kreativer Klang-Magier

Gitarrist Alexander Misko aus Russland bei den „Saitensprüngen“ in Bad Aibling.
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Gitarrist Alexander Misko aus Russland bei den „Saitensprüngen“ in Bad Aibling.
  • VonAndreas Friedrich
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Der kulturelle Ostwind bringt frische Impulse aus Russland in die Akustik-Gitarrenszene: Alexander Misko, bisher noch ein unbeschriebenes Blatt in der Region, hat sich mit Youtube-Videos bereits einen Namen bei den Fans gemacht.

Bad Aibling – Insbesondere kreative Eigenversionen im „Fingerstyle“ hatten den erst 23-jährigen Gitarristen hochkatapultiert, vom Straßenmusiker „Marke Eigenbau“ zum gut gebuchten Künstler. Im großen Saal des Kurhauses stimmte Misko sich sphärisch ein, schlug schon mal auf den Klangkörper seines Instruments und zeigte, dass die Gäste ein besonderer Auftritt erwartete.

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In „Caravan“, das er feixend als „My way to Bad Aibling“ ankündigte, demonstrierte der Künstler seine Bandbreite mit orientalischen Anleihen und steigerte das Ganze noch in „Back and Forth“, einer Komposition mit ungeheurer Dynamik, Rhythmik und komplexen Fingerläufen auf dem Griffbrett. Der „Panda“ als Hommage an China war fein und kindlich-volksliedhaft. Das Lied folgte mit technischen Kunstgriffen wie einer quer eingeflochtenen Saite.

Elektronisch gespeicherte Musik eingefügt

Misko präsentierte seinen „akustischen Zauberkasten“ namens „Loop-Pedal“, mit dem er nach und nach zusätzliche Instrumente hinzufügte, elektronisch gespeichert und neu in einer Schleife eingespielt. Erst der Bass, dann das Schlagzeug.

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Es folgte ein Kratzton, wie er durch Hin- und Herbewegen einer Schallplatte auf einem Plattenspieler bei aufgelegter Nadel entsteht, und schließlich die Stimme. Das alles präsentierte Misko zusammen in „Late Passenger“ – absolut faszinierend, mit tollem melodischem Thema und intensiv dargeboten.

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Michael Jacksons „Billie Jean“ auf der akustischen Gitarre war sein Hit aus dem Jahr 2016 und wurde vom Publikum staunend angenommen. Besonders wuchtig und eindrücklich geriet auch „Roaring and Thunderstorm“, einige Geräusche kamen vom Smartphone ins Mikrofon.

Bühnengags auf Deutsch

Einen ungewöhnlichen Effekt kreierte Misko in „Absence“, als er mit einer Art Griffel die Saiten bearbeitete – ein Effekt wie bei einer schnell gespielten Violine. Ein paar nett gesetzte Bühnengags und Ansagen auf Deutsch gab es auch – gut inszenieren konnte sich der kreative Klang-Magier aus Russland. Kein Wunder, dass er erst nach einer verdienten Zugabe und kräftigem Applaus gehen durfte.

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