Zehn Kilometer am Stück laufen: Das Ziel ist jetzt zum Greifen nah

Blauer Himmel, frische Luft, menschenleere Wege: Schönere Trainingsbedingungen in der heimischen Natur kann man sich kaum vorstellen. Für diese Aufnahme musste Elke Artmeier einfach kurz mal stehen bleiben.
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Blauer Himmel, frische Luft, menschenleere Wege: Schönere Trainingsbedingungen in der heimischen Natur kann man sich kaum vorstellen. Für diese Aufnahme musste Elke Artmeier einfach kurz mal stehen bleiben.

Kolbermoor – Die Aktion „Lauf10“, die der SV-DJK Kolbermoor für alle anbietet, die schon lange mit dem Laufen anfangen oder wieder einen Neueinstieg wollten, neigt sich dem Ende entgegen.

Ziel ist es, die Teilnehmer bis zum 30. November für einen Zehn-Kilometer-Lauf fit zu machen. Mit dabei: Mangfall-Bote-Mitarbeiterin Elke Artmeier. Sie nimmt die Leser mit auf die Strecke und berichtet wöchentlich, wie es ihr auf ihrem Weg zum großen Ziel geht – das nun in greifbarere Nähe ist.

Wenn mir Mitte September jemand gesagt hätte, dass ich Ende November zehn Kilometer laufen kann, den hätte ich wahrscheinlich für verrückt erklärt. Es ist unglaublich, was man mit eisernem Training, Durchhaltevermögen und Motivation des Trainers alles schaffen kann. Dickes Kompliment an Kanut, „unseren Rudelführer“. Er hat uns in all den Wochen immer den richtigen Rat gegeben und motiviert.

Vergangene Woche sollten wir zwei bis dreimal laufen, immer so fünf bis acht Kilometer. Ich muss zugeben, ich war ein „bissal“ faul. Nein faul ist das falsche Wort, ich war in den heimischen Bergen und habe den ersten Schnee genossen, bin Rad gefahren und habe Plätzchen gebacken. Ja das musste auch sein, schließlich haben wir am Sonntag den ersten Advent.

Ein Abzeichenwinkt als Belohnung

Aber mein anvisiertes Ziel, die zehn Kilometer laufen, habe ich geschafft!!! Na ja, es waren neuneinhalb Kilometer, aber dann stand ich vor meiner Haustüre. Gut – ich hätte dann noch fünfmal um das Haus laufen können, aber ich habe dafür dann noch Kniebeugen gemacht. Das kann man doch durchgehen lassen? Ziemlich cooles Gefühl, es (fast) geschafft zu haben.

Ein „bissal“ stolz bin ich schon. Das i-Tüpfelchen wäre jetzt natürlich, wenn wir das Training mit einem „Lauf10“ beenden können. Aber das ist in der derzeitigen Situation leider nicht möglich. Wir werden stattdessen ein Laufabzeichen machen. Je nachdem was die Corona-Verordnungen zulassen, werden wir das schlimmstenfalls in Einzelabnahmen absolvieren. Wir können entscheiden, ob wir 30 oder 60 Minuten laufen. Die Zeit ist zweitrangig, durchhalten heißt die Devise. Aber dazu wissen wir dann nächste Woche hoffentlich schon mehr.

Zum offiziellen Training am Montagabend bin ich diesmal nicht gelaufen. Ich war bereits mittags mit meinem Hund unterwegs. Bin über Lohholz, in den Ghersburgwald und dann am Mangfallkanal zur Spinnerei und wieder nach Hause. Das waren circa sieben Kilometer bei traumhaftem Wetter. Musste ein paarmal stehen bleiben, um die wunderschöne Kulisse zu fotografieren. Jetzt bin ich gespannt, was sich Kanut für die letzte Trainingswoche einfallen lässt. Morgen bekommen wir per E-Mail Bescheid. Dann heißt es wieder, rein in die Laufschuhe und los geht’s. Schönen ersten Advent, bis nächste Woche.

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