Wohnhaus darf erweitert werden

Keine Bedenken äußerten die Mitglieder des Kolbermoorer Bauausschusses gegenüber einem Vorhaben im Außenbereich. So kann an das bestehende Wohnhaus in der Dr.-Thann-Straße ein Anbau für den Eigenbedarf realisiert werden.

Kolbermoor - Die Bauvoranfrage betrifft ein über 1300 Quadratmeter großes Grundstück in der Dr.-Thann-Straße 8, das derzeit mit einem unterkellerten Wohnhaus und einem nicht unterkellerten Anbau bebaut ist, wie Bürgermeister Peter Kloo in der Sitzung erklärte.

Jetzt soll der nicht unterkellerte Anbau erweitert und zu einem zweigeschossigen Gebäude aufgestockt werden. Der Anbau hätte dann eine Grundfläche von zehn Meter auf 7,20 Meter, eine Wandhöhe von 5,50 Meter und ein Satteldach mit einer Neigung von 24 Grad.

Laut Kloo würde das Grundstück nach dem Umbau zwei Wohneinheiten Platz bieten. Im neu geplanten Gebäude befänden sich die Hauseingänge zum bestehenden und zum neuen Wohnhaus. Vorgesehen ist, dass das bestehende Wohnhaus vom Neubau her erreichbar ist. Außerdem ist geplant, den Kellerraum mit Heizungsanlage und Tank gemeinschaftlich zu nutzen.

Der Flächennutzungsplan sehe "Landwirtschaft mit Gebäuden" vor. Es handle sich nach Einschätzung der Verwaltung um ein begünstigtes Außenbereichsvorhaben. Der Bürgermeister zählte dem Gremium alle begünstigten Tatbestände im Hinblick auf das Vorhaben auf: So seien die Gebäude zulässigerweise gebaut worden, es würden zwei Wohneinheiten entstehen und die Erweiterung sei im Verhältnis zum vorhandenen Gebäude sowie unter Berücksichtigung der Wohnbedürfnisse noch angemessen. Als Orientierungswert für Familienhäuser mit zwei Wohnungen gelten 200 Quadratmeter Wohnfläche, wie der Rathaus-Chef erläuterte. Diese Grenze werde mit einer Wohnfläche von rund 190 Quadratmetern eingehalten. Die Verwaltung geht davon aus, dass das Gebäude durch den Eigentümer und dessen Familie selbst genutzt wird. Die Erschließung sei gesichert und die Abwasserentsorgung erfolge über eine Kleinkläranlage, die ausreichend dimensioniert ist, so Kloo weiter.

Einstimmig und ohne große Diskussion sprach sich das Gremium für die Erweiterung des Anbaus im beantragten Umfang aus. Allerdings sollte die Garage, auf Vorschlag von Günther Zellner (CSU), näher als im Plan angegeben an das Haus gebaut werden.

Überdies möchte der Eigentümer auch eine Doppelgarage auf dem Grundstück errichten. Schon vor einiger Zeit hatte das Gremium eine Doppelgarage in diesem Bereich genehmigt, die jedoch bis heute nicht realisiert worden war. Die Baugenehmigung ist deshalb nach den Worten von Kloo erloschen. Im Zuge der Umbaumaßnahmen soll die Doppelgarage jetzt doch verwirklicht werden. Laut Kloo gibt es gegen das beantragte Vorhaben keine Einwände. Bedenkenlos sprach sich das Gremium für die Garage aus und empfahl im Hinblick auf die Stellplatzsatzung, zwei weitere Stellplätze einzuplanen. Pro Wohneinheit sollen damit zwei Stellplätze nachgewiesen werden. dli

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