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Willkommen in Kolbermoor: Vereine und Institutionen empfangen Neubürger

„Wir sind hier an jedem Stand hängengeblieben“. Ganz begeistert waren Reinhold Levitchi und Ekaterina Plevnik vom Neubürgerempfang, aber auch von Kolbermoor als ihrem neuen Zuhause (Fotos im Uhrzeigersinn). Rund 850 neue Bürger hatte die Stadt zu der Veranstaltung in den Mareissaal eingeladen. Für das Rahmenprogramm des Neubürgerempfangs sorgte unter anderem der Nachwuchs der Trachtenvereine „Immergrün“ und „Mangfalltaler“. Die Vereine gaben sich alle Mühe, den Neubürgern etwas zu bieten, wie hier Peter Lindner (links) und Herbert Schmid vom Motorradclub Kolbermoor, sie stellten ihre Maschinen vor. Thomae
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„Wir sind hier an jedem Stand hängengeblieben“. Ganz begeistert waren Reinhold Levitchi und Ekaterina Plevnik vom Neubürgerempfang, aber auch von Kolbermoor als ihrem neuen Zuhause (Fotos im Uhrzeigersinn). Rund 850 neue Bürger hatte die Stadt zu der Veranstaltung in den Mareissaal eingeladen. Für das Rahmenprogramm des Neubürgerempfangs sorgte unter anderem der Nachwuchs der Trachtenvereine „Immergrün“ und „Mangfalltaler“. Die Vereine gaben sich alle Mühe, den Neubürgern etwas zu bieten, wie hier Peter Lindner (links) und Herbert Schmid vom Motorradclub Kolbermoor, sie stellten ihre Maschinen vor.

„Kolbermoor hat sich unglaublich verändert, es ist so schön geworden“, schwärmt Reinhold Levitchi beim Neubürgerempfang. Seine Frau Ekaterina ergänzt: „Die Leute sind so freundlich hier. Man fühlt sich auch draußen, auf der Straße, immer wie zu Hause“.

Kolbermoor – Große Mühe hat sich die Stadt mit ihrem Neubürgerempfang gegeben: Über 50 Vereine und Institutionen stellten sich den neuen Bürgern vor, von denen es seit der letzten Veranstaltung im April 2018 laut Einwohnermeldeamt knapp 990 gibt. „Wir wollten eigentlich nur kurz vorbeischauen“, erklären Ekaterina und Reinhold Levitchi, „aber sind fast an jedem Stand hängengeblieben“.

Eine Feststellung, die ganz im Sinne von Bürgermeister Peter Kloo ist, der die Veranstaltung, die nun schon zum 13. Mal stattfand, als „Markt der Möglichkeiten“ verstanden wissen will. „Zwanglos“ ist für ihn dabei das entscheidende Stichwort, „die Leute sollen zwanglos mit den Vereinen und Institutionen in Kontakt kommen können und einfach mal sehen, was es in Kolbermoor alles so gibt“, sagt er.

Und für ihn mindestens genauso wichtig: „Dieser lockere Rahmen ist auch eine ideale Begegnungsmöglichkeit für die Vereine untereinander, die sich sonst ja nie alle auf einmal treffen.“

Eine Einschätzung, die von den Vereinen geteilt wird. Ulrich Rose von der Feuerwehr in Pullach zum Beispiel bestätigt, dass das Besondere an dem Abend nicht zuletzt die Gespräche untereinander seien, es bilde sich auf diese Art ein kleines, aber wertvolles Netzwerk. Wie wertvoll, konnte man am Obst- und Gartenbauverein sehen: Der hatte an diesem Abend nicht nur sein 1000., sondern gleich auch noch das 1001. Mitglied gewonnen. Beides Kolbermoorer, die schon in anderen Vereinen aktiv sind, aber den Abend nutzten, um auch beim Gartenbauverein die Mitgliedschaft perfekt zu machen.

Dass die Veranstaltung den Vereinen aber auch aus den Reihen der Neubürger tatsächlich Zuwachs bringt, zeigt Stefan Islinger. Der informierte am Stand des SV-DJK über die Skisparte und sagt: „Es ist jetzt zwölf Jahre her, da stand ich an der anderen Seite des Tisches und sah mir die Angebote des Vereins an. Heute steh‘ ich hier, um meinerseits den Leuten von dem zu erzählen, was wir zu bieten haben.“

Wobei die Vereine aber nicht davon ausgehen, dass sie gleich an diesem Abend scharenweise Zuwachs bekommen. „Es ist schon eine Riesenchance“, sagt Martina Mauder von der Katholischen Frauengemeinschaft, „dass wir uns hier überhaupt präsentieren dürfen, zeigen, dass es uns gibt, was wir machen – und die Gespräche, die sich dabei entwickeln, sind einfach immer anregend“. Keine Frage: Nicht nur für die Neubürger, sondern auch für die Alteingesessenen wie die Aktiven aus den Vereinen, erwächst aus der jährlichen Veranstaltung immer wieder neu das Bewusstsein, wie lebendig und aktiv die Gemeinschaft eigentlich ist, in der man lebt.

Eine Tatsache, die auch immer wieder aufs Neue überrascht. Viele der Neubürger kommen ja aus der Region, zumindest wenn man die zufälligen Kontakte an diesem Abend als Maßstab nimmt. Etliche ziehen aus Rosenheim zu, weil es in Kolbermoor leichter ist, in attraktiver Umgebung noch bezahlbaren Wohnraum zu finden. Und da stehen Anna Maina und Marusz Kolodziej für viele, wenn sie sagen: „Wir hatten bei Kolbermoor immer noch das Vorurteil vom ‚little Istanbul‘ im Hinterkopf – wie schön es hier ist und wie vielfältig das Angebot, merken wir erst, seit wir hier leben“. Und auch für Christa Jossé ist Kolbermoor im Kommen: „Die Stadt hat Zukunft, das merkt man. In Rosenheim hab ich dagegen das Gefühl, dass man sich ein bisschen auf der guten Verkehrslage dank der Bahnverbindung mit München ausruht.“ Auch von der Neubürgerveranstaltung ist sie sehr angetan: „Da steckt ja auch für die Vereine viel Arbeit drin, um sich hier zu präsentieren. Dass sie die auf sich nehmen, zeigt für mich, dass es hier tatsächlich ein lebendiges Gemeinschaftsleben gibt“.

Auf den Punkt brachten es aber auch hier wieder Reinhold Levitchi und seine Frau Ekaterina mit ihrem Fazit: „Wir sind einfach stolz, jetzt Kolbermoorer zu sein.“

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