Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Warum der 15-Jährige Niklas Romanski aus Kolbermoor freiwillig an der Mangfall Müll einsammelt

Der Schüler Niklas Romanski (15) ist nahezu jeden Tag an der Mangfall unterwegs, um Müll zu sammeln. Riediger
  • Ines Weinzierl
    VonInes Weinzierl
    schließen

Das, was Niklas seit fast einem Jahr nach der Schule macht, ist ungewöhnlich für einen 15-Jährigen. Fast jeden Tag geht er an die Mangfall, um Müll anderer Leute ein zu sammeln. Was er dabei findet und was er über diejenigen denkt, die Unrat in der Natur entsorgen, hat er den OVB-Heimatzeitungen erzählt.

Kolbermoor – Viele Kolbermoorer kennen Niklas Romanski (15). Zumindest vom Sehen. Denn der Neuntklässler der Pauline-Thoma-Schule ist mit seinem Rad und einem großen Anhänger an der Mangfall unterwegs, um Müll zu sammeln. Nahezu täglich setzt er sich auf sein Radl samt großem Anhänger und sammelt Müll – alleine.

Wie es dazu kam, dass Niklas Müll einsammelt

Im letzten Jahr hat der Schüler einen Aufruf zum Müllsammeln des Bund Naturschutzes gelesen und ist mitgegangen – gemeinsam wurde dann Unrat gesammelt. Seither hat er an vielen Aktionen des Bunds Natturschutz Kolbermoor teilgenommen, unter anderem bei einer Pflegemaßnahme zur Laichhilfe für Gelbbauchunken.

+++

Tipp der Redaktion:Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren!

+++

Räder, Autoreifen und Einkaufswagen

Was ist seine Motivation? „Natur und Tiere sind wichtig, der Bestand muss erhalten bleiben“, sagt er und deshalb nimmt er an den Aktionen teil. Obendrein findet er die Führungen der Ortsgruppe spannend – „die Fledermausführung im letzten Jahr war super“, sagt er. Und seither engagiert er sich bei der Ortsgruppe des Bund Naturschutzes.

Mit dem Radl-Anhänger an die Mangfall

Aber Romanski macht noch viel mehr: Im Sommer ist er fast täglich unterwegs, um Müll zu sammeln. Insbesondere an der Mangfall. Was er da schon alles gefunden hat, füllt einen Schuppen: kaputte Räder, einen Autoreifen, Einkaufswagen. Ärgert er sich über die Bürger, die die Sachen einfach in die Natur donnern? „Ehrlich gesagt, kann ich es nicht verstehen“, sagt er. „Warum bringen sie es nicht einfach zum Bauhof?“ Genau das macht der 15-Jährige nämlich, wenn sein Anhänger mal wieder überquillt.

Am Anfang half Niklas´ Papa beim Müll einsammeln

Angefangen hat alles vor fünf Jahren: Damals habe er zu seinem Vater gesagt, dass er Müll an der Mangfall sammeln will. Gesagt, getan. Mit Eimer und Zange ausgestattet, machten sich Vater und Sohn auf den Weg. Ihre Eimer waren schnell voll – und so leerten sie sie an den vorhandenen Mulleimern aus – „von denen es ja jede Menge gibt“. Und auch aus diesem Grund versteht er nicht, warum die Leute ihren Müll nicht dorthinein werfen, sondern einfach liegenlassen. Irgendwann reichte der Eimer nicht mehr aus, und er schaute nach einem Anhänger – „um mehr Müll transportieren zu können“. Seitdem ist er samt Rad und Anhänger unterwegs. Und der wird meist voll. Besonders viele Hinterlassenschaften habe es im Sommer 2018 gegeben: Immer wenn an der Mangfall gegrillt wurde, sammelte Romanski anschließend jeglichen Abfall ein.

Das sagen Freunde von Niklas zum Müll sammeln

Aber der Schüler ist nicht nur an der Mangfall unterwegs: Auch den Wald bei der Siedlung oder den Skaterpark hat er im Fokus. Und was sagen seine Freunde? „Sie finden das super, helfen sogar manchmal mit.“

Im Sommer macht er seinen Quali – danach möchte er gerne eine Ausbildung zum Gärtner für Garten und Landschaftsbau machen. Aber bis dahin wird er weiterhin unermüdlich Müll sammeln – ob im Rahmen einer BN-Aktion oder im Stillen, alleine.

Kommentare