Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


TIERSCHUTZVEREIN

Der Tierheim-Neubau ist gesichert

Derzeit lebenan die 120 Katzen im Tierheim Rosenheim am Gangsteig in Kolbermoor. Die Kastration von frei lebenden Katzen ließ 2016 die Ausgaben des Tierschutzvereins in die Höhe schnellen. re
+
Derzeit lebenan die 120 Katzen im Tierheim Rosenheim am Gangsteig in Kolbermoor. Die Kastration von frei lebenden Katzen ließ 2016 die Ausgaben des Tierschutzvereins in die Höhe schnellen. re

Kostenintensive Sonderfälle bereiten dem Rosenheimer Tierschutzverein mit seinem Tierheim am Gangsteig in Kolbermoor finanzielle Sorgen. Auf der Mitgliederversammlung wurde satzungsgemäß der Jahresabschluss 2016 präsentiert – wobei der Sparkurs nicht eingehalten werden konnte.

Rosenheim – Auf der Versammlung im Gasthof Höhensteiger berichtete Vorsitzende Andrea Thomas, dass die leichte Kostenreduzierung des Jahres 2015 leider nicht aufrechterhalten werden konnte, da der Verein im vergangenen Jahr unter anderem auch aufwendige Kastrationsaktionen bei frei lebenden Katzen bewältigen musste. Somit stiegen auch die Tierarztkosten wieder auf etwa 95 000 Euro.

Auch die Personalkosten sind nochmals um etwa zehn Prozent auf 220 000 Euro angestiegen. Die Gesamtkosten des Tierheimbetriebs beliefen sich im Jahr 2016 auf etwa 477 000 Euro – im Jahr zuvor waren es 412 000 Euro.

Trotzdem konnte der Tierschutzverein ein nur leicht negatives Ergebnis in Höhe von minus 1779 Euro präsentieren. Dies war nach den Worten von Andrea Thomas möglich aufgrund der weiterhin sehr guten Unterstützung durch die Mitglieder des Vereins und viele weitere Tierfreunde in Stadt und Landkreis Rosenheim. So betrugen die Einnahmen durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und Patenschaften etwa 329 000 Euro.

Weitere Einnahmen gab es durch die Hundepension (etwa 25 000 Euro) und Aktionen wie die Tage der offenen Tür. Der Anteil der Erstattung der Kommunen für Fundtiere ist mit unter zehn Prozent eher als gering anzusehen, hieß es.

Pauschalzahlungenfür die Fundtiere reichen nicht aus

Bei den Einzelabrechnungen für Fundtiere wurden dem Tierschutzverein 11 600 Euro erstattet, bei den Fundtierpauschalen, die einige Kommunen wie Wasserburg, Raubling oder Brannenburg und auch die Stadt Rosenheim zahlen, waren es 34 000 Euro. Dass sich viele Gemeinden noch immer nicht für eine Pauschallösung entschieden haben, kritisierte die Vorsitzende scharf. Würde man alle Tiere in Rechnung stellen, die nur kurzzeitig im Tierheim landen und von ihren Besitzern wieder abgeholt werden, sähe die Fundtierbilanz in vielen Gemeinden des Landkreises ganz anders aus. Auch seien die bisherigen Lösungen mit 0,20 Euro pro Einwohner absolut nicht ausreichend. Hier stelle nur Aschau eine lobenswerte Ausnahme mit 0,50 Euro dar.

Momentan befinden sich fast 120 Katzen im Tierheim – die meisten sind Fundtiere, die häufig krank oder verletzt abgegeben wurden. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht neue Tiere eintreffen.

Die Kassenprüfer Manfred Voigt und Andreas Bensegger attestierten der Schatzmeisterin des Vereins, Gitti Nebl, eine tadellose Buchführung und beantragten die Entlastung des Gesamtvorstands für das Jahr 2016. Diese wurde bis auf die Enthaltung der Vorstände einstimmig von der Mitgliederversammlung erteilt. Bensegger lobte darüber hinaus den hohen ehrenamtlichen Einsatz des Vorstandes und vieler weiterer ehrenamtlicher Mitarbeiter, der weit über das normale Pensum hinausgehe, da sich die Tätigkeit auf dem Niveau eines kleinen mittelständischen Unternehmens bewege.

Tiere sollen während der Bauphase nicht ausgelagert werden

Die Vorsitzende berichtete außerdem über den Stand der Neubauaktivitäten. Durch eine zweckgebundene Erbschaft, die nur für den Bau und nicht für den laufenden Betrieb verwendet werden darf, stehen dem Verein 2,9 Millionen Euro Barmittel zur Verfügung. Nachdem ein genehmigter Vorbescheid vorliegt, ist der nächste Schritt die Genehmigungsplanung.

In den vergangenen Monaten fanden dazu nach Angaben von Thomas viele Gespräche mit Architekturbüros statt.

Der Tierschutzverein strebe an, dass während der Bauphase im hinteren Bereich des Tierheimgeländes die im Tierheim lebenden Tiere nicht ausgelagert werden müssen. re

Kommentare