DER WEIHNACHTSBAUM

Ein Symbol für Besinnlichkeit

Der Weihnachtsbaum: ein Symbol für Besinnlichkeit und Harmonie; hier Gärtnermeister Thomas Paukert. Koch
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Der Weihnachtsbaum: ein Symbol für Besinnlichkeit und Harmonie; hier Gärtnermeister Thomas Paukert. Koch

Den ersten Weihnachtsbaum mit Kerzen schmückte die Herzogin Dorothea Sibylle von Schlesien im Jahr 1611. Seitdem hat sich der Weihnachtsbaum oder auch Christbaum für viele zu einem Symbol für Besinnlichkeit, Familie und Harmonie entwickelt.

Kolbermoor – Der Christbaum ist für viele ein Muss geworden – doch woher kommen die Bäume und was gilt es zu beachten? Wir haben mit dem Kolbermoorer Gärtnermeister Thomas Paukert (Gärtnerei Moser-Paukert) gesprochen.

Thomas Paukert kann aus seiner langjährigen Erfahrung mit Sicherheit sagen, dass es sich bei etwa 95 Prozent der verkauften Weihnachtsbäume um die populären Nordmanntannen handelt. „Diese eignen sich besonders gut aufgrund ihrer langen Haltbarkeit. Fichten hingegen riechen besser, nadeln allerdings sehr schnell.“

Die sogenannte Edel-Tanne (auch Nobilis-Tanne genannt) war früher in Mode, erinnert sich Paukert. Ihr Nachteil: der etwas unangenehme Geruch und der sehr hohe Preis. Besonders ist die beinahe gräuliche Farbe.

Zu den Exoten im Bereich der Christbäume gehört Paukert zufolge die sogenannte Schwarzkiefer. Sie zeichne sich durch einen sehr angenehmen Geruch aus.

Paukert empfiehlt, dass man beim Weihnachtsbaumkauf versuchen sollte, Bäume aus der Region auszusuchen. „Bäume aus der Region werden wesentlich später geschlagen als beispielsweise Bäume aus Dänemark und dementsprechend halten sie sich auch länger. Außerdem fördert man damit die heimische Wirtschaft.“

Die Regionalität ist ein Thema, das Paukert sehr am Herzen liegt. Natürlich seien Bäume aus dem hohen Norden, die im Massenanbau produziert würden, billiger. Allerdings sollte einem bewusst sein, dass die Gefahr höher sei, dass diese Bäume chemisch behandelt worden sind, warnte er. Von der Tatsache, dass diese Bäume einen sehr langen Weg auf den Autobahnen zurücklegen müssten, bis sie im oberbayerischen Wohnzimmer landen, ganz zu schweigen.

Wichtig ist, den Baum im Wasser aufzustellen. Zwar könne der Stamm kein Wasser mehr ziehen, dennoch trockne er so weniger schnell aus. Aufgrund der Brandgefahr rät Paukert davon ab, echte Kerzen zu verwenden. „Wer auf den schönen Anblick nicht verzichten mag, sollte sich darauf beschränken, die Kerzen nur anzuzünden, wenn der Baum noch frisch ist“, so der Gärtnermeister, der überdies in der Freiwilligen Feuerwehr Kolbermoor aktiv ist. Denn das Gefährliche am Weihnachtsbaum sei nicht das Holz in Stamm und Ästen, sondern die Nadeln. Zum einen hätten sie eine besonders große Oberfläche, zum anderen enthielten sie eine große Menge ätherischer Öle. „Diese sorgen dafür, dass der Baum beinahe explosionsartig Feuer fangen kann. Deshalb sollte insbesondere, wenn Kinder in der Nähe sind, äußerste Vorsicht geboten sein, wenn echte Kerzen am Christbaum angezündet werden. Ein Wassereimer in der Nähe kann nicht schaden“, unterstreicht Paukert.

Und wie sieht nun der Christbaum eines „Experten“ aus? Thomas Paukert persönlich schmückt seinen Weihnachtsbaum gerne traditionell: Kugeln, Lametta und Schokoladenkugeln gehören zu seinem Deko-Sortiment, wie er im Gespräch verriet.

Hat der Weihnachtsbaum nach all den Feiertagen ausgedient, wirbt Paukert dafür, auch auf eine angemessene Entsorgung zu achten. „Der Baum gehört unter gar keinen Umständen in den Müll, sondern ausschließlich auf eine Kompostieranlage.“

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