"Superstau"

Zur Berichterstattung über die Bauarbeiten an der Westtangente im Lokalen:

Der Stau war wegen einer Ampel an der Staatsstraße in der Pfingstwoche besonders schlimm und wird andauern.

Die Einmündung der Flurstraße in die Rosenheimer Straße bildet eine Engstelle, die bis vor einigen Jahren über die inzwischen an Stangelmayer verkaufte Werkstraße umfahren werden konnte.

Aus der Bauverwaltung hieß es, die Beibehaltung des "zähflüssigen Verkehrs" sei Beschlusslage im Stadtrat, angeblich wegen der Vermeidung von Durchgangsverkehr. In Wirklichkeit sollen Kolbermoorer, die in Rosenheim arbeiten und einkaufen, mit dem künstlichen Stau sanktioniert werden.

Eine Anbindung Kolbermoors auf Höhe des Versuchsguts an die Westumgehung hätte den größten Teil des Nord-Süd-Verkehrs auf die vom Bund bezahlte Westumgehung verlegt. Damit wäre allerdings die Ausrede entfallen, mit diesem Verkehr den Stau des Ost-West-Verkehrs zu begründen.

Der von den provisorischen Ampeln beim Briefverteilzentrum verursachte Superstau zeigt auf, was zu erwarten ist, wenn die Ampeln zur Westumgehung stehen und den von dieser und den neu ausgewiesenen 25 Hektar Gewerbe- und Wohngebiet ausgehenden Mehrverkehr einbremsen. Es wäre einfach gewesen, beim Hotel Heider 100 Meter Halteverbot für die Dauer der jetzigen Bauarbeiten vorzusehen und 50 Meter provisorische Rechtsabbiegespur auf die Straße zu pinseln. Wo kein Wille ist, findet sich auch kein Weg.

Es wird den Kolbermoorern nichts anderes übrig bleiben, als bei der nächsten Stadtratswahl die gemeinschädlichen "Stausysteme" zu entsorgen.

Konrad Nigg

Rosenheim

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