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Konzept für Stadtverwaltung und Bürger

Stadtrat stimmt für Car-Sharing-Modell – Wie man in Kolbermoor künftig ein Elektroauto mieten kann

Vor der Sitzung konnten sich die Stadtratsmitglieder selbst ein Bild von dem kleinen elektrisch angetriebenen BMW machen, auf den in Zukunft die Stadt Zugriff haben wird. Nach Dienstschluss und an den Wochenenden ist das Fahrzeug, das von der INNergie bereitgestellt und auch gewartet wird, von allen Bürgern zu mieten. Thomae
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Vor der Sitzung konnten sich die Stadtratsmitglieder selbst ein Bild von dem kleinen elektrisch angetriebenen BMW machen, auf den in Zukunft die Stadt Zugriff haben wird. Nach Dienstschluss und an den Wochenenden ist das Fahrzeug, das von der INNergie bereitgestellt und auch gewartet wird, von allen Bürgern zu mieten. Thomae
  • VonJohannes Thomae
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Der Stadtrat hat sich einstimmig für ein Car-Sharing-Modell ausgesprochen, von dem sowohl Bürger als auch die eigene Stadtverwaltung profitieren sollen. Noch dazu handelt es sich um ein Elektroauto. Wie das funktioniert und worauf man beim Mieten des E-Fahrzeugs achten sollte.

Kolbermoor – „Den Bürgern Car-Sharing ans Herz zu legen und dann die eigenen Autos nicht teilen zu wollen – das geht nicht.“ Mit diesen Worten warb Bürgermeister Peter Kloo bei der jüngsten Stadtratssitzung für ein Konzept, bei dem Stadt und Bürger gemeinsam Zugriff auf ein elektrisch angetriebenes Auto haben.

Konkret sieht das Modell so aus, dass das Fahrzeug von Montag bis Donnerstag, jeweils in der Zeit von 8 Uhr morgens bis vier Uhr nachmittags für die Mitarbeiter der Stadtverwaltung reserviert ist. Ab 16 Uhr steht es dann den Bürgern zur Verfügung, an den Wochenenden, also Freitag, Samstag und Sonntag wäre es auch ganztägig zu mieten.

4,90 Euro pro Stunde – 50 Kilometer inklusive

Die Kosten dafür sind moderat: Sie liegen bei 4,90 Euro pro Stunde, 50 Kilometer inklusive, der Tagespreis am Wochenende liegt bei jeweils 59,50 Euro, 200 Kilometer inklusive. Möglich werden diese günstigen Preise, weil eine dauerhafte Grundauslastung des Fahrzeugs durch die Nutzung der Stadt gesichert ist.

Überdies sieht der Partner der Stadt, die INNergie, die den kleinen BMW bereitstellt und auch für seine Wartung sorgt, das Konzept nicht in erster Linie unter dem Gewinnaspekt: „Für uns ist das“, so sagte Heiko Peckmann, Geschäftsführer der INNergie, der auf der Stadtratssitzung das Konzept vorstellte, „in erster Linie eine Marketing-Möglichkeit. Wir und das, wofür wir stehen, nämlich intelligente, zukunftsfähige und nachhaltige Energiekonzepte, kommen durch das Fahrzeug noch etwas besser in die Öffentlichkeit.“

Das Mieten des Fahrzeugs wird einfach und unkompliziert sein. Es genügt, einmal im Bürgerbüro der Stadt belegt zu haben, dass man mindestens 18 Jahre alt ist, einen gültigen Führerschein besitzt und Kontodaten für die Mietabbuchungen anzugeben.

Zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich

Von da an dann kann das Fahrzeug über eine App auf dem Smartphone gebucht und ebenfalls über diese App an seinem Standort, der Parkgarage gegenüber dem Rathaus, aufgesperrt werden. Diese Notwendigkeit, über ein Smartphone zu verfügen, um mit dem Fahrzeug fahren zu können, war dann eigentlich auch der einzige kleine Nachteil, den die Stadträte in diesem Konzept fanden.

Nur so aber ist ein Mieten und Fahren buchstäblich zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich. Ebenso einfach ist die Rückgabe des Fahrzeugs. Die über das Smartphone erfasste Mietzeit endet, sobald das Auto wieder mit seiner Ladestation in der Parkgarage verbunden ist.

Die Stadträte votierten am Ende einstimmig für dieses Konzept und damit auch den Abschluss des entsprechenden Vertrages mit der INNergie. Sie sahen es durchweg als eine „wunderbare Sache“, eine „phantastische Idee mit Mehrfachnutzen“. Denn die Stadt kann durch die „Dauermiete“ des E-Autos, die für sie mit jährlich 1630 Euro zu Buche schlagen wird, auf eines ihrer bisherigen Dienstfahrzeuge verzichten. Außerdem, so meinte Bürgermeister Peter Kloo, „ist damit in Kolbermoor die Idee des Car-Sharings eben keine wohlfeile Sonntagsrede, sondern bald praktizierter Alltag“.

Im Fall der Fälle Zugriff haben

Für den Bürgermeister ist klar: Nicht wenige Kolbermoorer brauchen ihr Auto eben nicht Tag für Tag. Für sie ist nur wichtig, im Fall der Fälle Zugriff auf eines zu haben. Und genau für solche Fälle ist das elektrische Leihauto, günstig und unkompliziert zu mieten, eine ideale Lösung, die nicht nur den Nutzern Geld sparen hilft, sondern indirekt auch dazu beiträgt, den ruhenden wie fließenden Verkehr in der Stadt zu vermindern.

Bürgermeister Peter Kloo ist froh über das Votum des Stadtrates.

Fast mit das Beste aber am Kolbermoorer Modell: während andernorts solche Konzepte zumindest für einige Monate Zukunftsmusik bleiben, weil es schlicht an den entsprechenden elektrisch angetriebenen Autos mangelt, konnte Heiko Peckmann von der INNergie den Stadträten versichern: „Von unserer Seite aus kann es sofort losgehen, denn das Fahrzeug, wie sie vor der Sitzung selbst gesehen haben, ist da und es ist einsatzbereit.

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