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Zwischenbilanz für 2021

Stadtradeln: Kolbermoor will die Alternative zum Auto aufzeigen

Mehr Leute aufs Rad bringen: Kolbermoors Mobilitätsmangerin Veronika Winkler zieht eine erste Zwischenbilanz zum Radentscheid.
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Mehr Leute aufs Rad bringen: Kolbermoors Mobilitätsmangerin Veronika Winkler zieht eine erste Zwischenbilanz zum Radentscheid.
  • Jens Kirschner
    VonJens Kirschner
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Bei diesjährigen Stadtradel-Aktion haben sich bei der Stadt Kolbermoor bereits mehr Teams gemeldet als im vergangenen Jahr. Für die Mobilitätsbeauftragte der Stadt, Veronika Winkler, ist die Aktion aber vor allem eines: die Aufforderung, über das Rad als Alternative zum motorisierten Verkehr nachzudenken.

Kolbermoor – Bislang rund drei Tonnen Kohlendioxid: Diese Menge des schädlichen Treibhausgases haben die Kolbermoorer Teilnehmer zur diesjährigen Aktion Stadtradeln bislang gespart, weil sie statt mit dem Auto auf dem Radl unterwegs waren. Im Vergleich zum vergangenen Jahr hat sich die Zahl der teilnehmenden Teams von 33 auf 42 erhöht – auch wenn der Stand vom Dienstag nur eine Zwischenbilanz ist.

Von den Vorteilen des Velos überzeugen

Ohnehin: Neben Kilometerrekorden gehe vor allem darum, Kolbermoors Bürger von den Vorteilen des Radfahrens zu überzeugen und zeitgleich ein Zeichen für die Förderung des Radverkehrs, Klimaschutz und Lebensqualität zu setzen. Das zumindest findet Veronika Winkler, Mobilitätsmanagerin bei der Stadt Kolbermoor.

Sie gibt sich in dieser Sache optimistisch: „Der Wandel beim Radfahren ist deutlich spürbar – allerorts“, findet Winkler, das Radl mausere sich vom Freizeitgerät zum konkurrenzfähigen Verkehrsmittel. Dazu beigetragen haben wohl auch die Pedelecs, also Fahrräder, bei denen ein elektronischer Motor für die notwendige Unterstützung sorgt. Gerade, wenn die Wegstrecke bergauf geht. „Durch die Elektromobilität steigen immer mehr Menschen auf und legen den Weg zur Arbeit, Schule oder zum Einkauf auf zwei Rädern zurück“, sagt Winkler.

Radwege, getrennt vom motorisierten Verkehr

Auch das Stadtradeln soll mehr Menschen dazu einladen, bestenfalls vom Auto aufs Rad umzusteigen, die Bürger von den Vorteilen des Radfahrens zu überzeugen. „Ob ein Weg mit dem Fahrrad zurückgelegt wird, entscheidet sich zunehmend anhand anderer Faktoren“, schildert die Mobilitätsbeauftragte. Damit meint sie: Wie lange dauert die Fahrt? Wie sicher fühle ich mich mit dem Verkehrsmittel?

Lesen Sie auch: Kolbermoor: Gefährliche Situationen für Radler in der Unteren Mangfallstraße (Plus-Artikel ovb-online.de)

Damit das Rad zu einer Autoalternative wird, braucht es entsprechend mehr, als nur Elektromotoren, die helfen, dass der Tritt in die Pedale nicht allzu schweißtreibend wird. Nämlich Radwege, vor allem aber solche, die getrennt vom motorisierten Verkehr verlaufen – möglichst ohne Stopps und Wartezeiten, wie Winkler betont.

Probleme über App melden

Wer eine Problemstelle für Radfahrer in Kolbermoor entdeckt, kann diese über die Plattform „RADar“ ans Rathaus melden. Das können Hecken sein, die zu weit auf den Radweg hineinragen. Mitunter würden auch bekannte Gefahrenstellen gemeldet. Auch solche, die seitens der Verwaltung nicht auf die Schnelle zu beheben seien. Zum Beispiel, wenn nur wenig Platz für die Velofreunde bleibe.

Man kann es nicht jedem recht machen

Meist bestehe die Schwierigkeit für Kolbermoor an dieser Stelle, die erforderlichen Grundstücke zu kaufen. Doch im Allgemeinen, berichtet Veronika Winkler, seien die Kolbermoorer Radfahrer froh, eine Ansprechpartnerin im Rathaus zu haben, an die sie sich mit ihren Belangen richten können.

Keine Konfliktlinien erkennbar

Für ihre Stadt zumindest macht die gebürtige Kolbermoorerin keine Konfliktlinien zwischen Auto-, Radfahrern und Fußgängern aus. Man müsse Kompromisse finden, denn in vielen Städten existierten nun mal „gewachsene Strukturen“. Anders gesagt: Es gibt nicht ausreichend Platz, um es allen recht machen zu können.

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