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In die Pedale treten für den Klimaschutz

Kolbermoor: Fast 60.000 Kilometer beim Stadtradeln geknackt

318 Kolbermoorer haben an der Aktion „Stadtradeln“, die heuer zum fünften Mal in Kolbermoor stattfand, teilgenommen. Im nächsten Jahr sollen wieder gemeinsame Touren angeboten werden.
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318 Kolbermoorer haben an der Aktion „Stadtradeln“, die heuer zum fünften Mal in Kolbermoor stattfand, teilgenommen. Im nächsten Jahr sollen wieder gemeinsame Touren angeboten werden.
  • Ines Weinzierl
    VonInes Weinzierl
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Voller Erfolg: Die Kolbermoorer haben beim Stadrdaeln rund 11.000 Kilometer mehr auf dem Tacho als 2020. Wieviel CO2 sie dadurch eingespart haben, was die Mobilitätsmanagerin besonders gefreut hat und welche Ziele sie hat, verrät sie hier.

Kolbermoor – Die Kolbermoorer haben ordentlich in die Pedale getreten: 59.731 Kilometer haben sie beim Stadtradeln geschafft. Zum Vergleich: 2020 waren es 48.771 Kilometer. Das sind rund 11.000 Kilometer mehr als im Vorjahr. An der Aktion, die zwischen dem 13. Juni und 3. Juli stattfand, haben 318 Kolbermoorer teilgenommen, davon vier Stadträte sowie 30 Teams. Eingespart haben die Radler 8781 Kilogramm Kohlenstoffdioxid. Diese Menge wird beispielsweise in etwa ausgestoßen, wenn zwei Autos von Kolbermoor nach Flensburg fahren – hin und zurück.

Bürger melden Vorschläge

Mit den knapp 60.000 Kilometern ist Veronika Winkler sehr zufrieden, sagt sie auf Anfrage. Die Mobilitätsmanagerin der Stadt, die seit rund zwei Monaten im Amt ist, führt den Anstieg der gefahrenen Kilometer auf Corona zurück: „Viele sind in dieser Zeit einfach aufs Radl gesteigen.“ Darüber hinaus ist sie sicher, dass Stadtradeln einfach immer bekannter wird – heuer fand es beispielsweise zum fünften Mal in Kolbermoor statt.

Aktion ist ein voller Erfolg

Bürgermeister Peter Kloo wertete die Aktion als vollen Erfolg. Neben Klimaschutz, Spaß, Gesundheitsförderung und mehr nachhaltiger Mobilität zeige die Aktion einen weiteren Effekt: So seien mittels der Meldeplattform Radar! Vorschläge im Rathaus eingegangen, wie der Radverkehr in Kolbermoor attraktiver gestaltet werden könne. Diese Anregungen würden in der zukünftigen Radverkehrsplanung einfließen, so der Rathauschef.

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Zu den Anmerkungen der Bürger zählen beispielsweise, dass „einige Hecken weit auf die Radwege reichen“, erklärt Winkler. Darüber hinaus werde auch immer wieder der Bahnübergang an der Aiblinger Straße angesprochen. „Viele Bürger haben über die Enge an dieser Stelle geklagt“, so Winkler. Diese Engstelle sei seit Jahren bekannt, ließe sich aber ad hoc nicht beheben.

Mobilitätsmanagerin ist begeistert

Was die Mobilitätsmanagerin besonders gefreut hat ist, dass auch die Kinder ordentlich mitgeradelt sind – Mangfallschule, Adolf-Raps-Schule und „Die kleinen Strolche“ (siehe Kasten). „Das muss man wirklich wertschätzen, dass die Kleinen aufs Rad gestiegen sind und Spaß am radeln haben.“

Kinder fürs Radeln begeistern

Kinder fürs Radeln begeistern ist auch ein Ziel für Winkler – an der Entstehung bestimmter Projekte arbeitet sie derzeit. Obendrein sollen beim Stadtradeln 2022 auch wieder Touren angeboten werden – die fielen 2020 und 2021 Corona zum Opfer – und eventuell soll es auch Infoveranstaltungen geben.

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Die Radler, die heuer teilgenommen haben, haben auch Preise bekommen: eine wasserdichte Fahrradtasche, Trinkflaschen, Smartphone-Halterungen für den Lenker, Reparatursets. Die Preise werden nach dem Zufallsprinzip unter allen aktiven Radlern ausgelost. Die Gewinner wurden per E-Mail benachrichtigt und die Gewinne können dann im Bürgerbüro im Rathaus abgeholt werden.

Bruckmühler sind Ansporn

Mit Abstand Bester im Mangfalltal waren auch heuer wieder die Bruckmühler: Sie haben sie 196234 Kilometer absolviert und damit etwa 29 Tonnen CO2 vermieden. An der Aktion beteiligten sich dort 1081 Aktive in 50 Teams. „Das soll für uns in Kolbermoor Ansporn für das kommende Jahr sein, hier deutlich Boden gut zu machen“, so Veronika Winkler.

Das sind die Ziele

Ihr Ziel ist es jetzt, das Radlverkehrskonzept sukzessive umzusetzen – „Schritt für Schritt“ sagt sie. Zu den rund 50 Sofortmaßnahmen zählt beispielsweise, die Markierung der Poller. Sie sind teilweise bunt, teilweise metallfarben. Um sie bereits aus der Ferne zu sehen, soll in einem Umkreis des Pollers der Boden farblich markiert werden, so Winkler.

Firmenteam Cohu und Mangfallschule auf dem ersten Platz

2021 gewinnen beim Kolbermoorer Stadtradeln in den zwei Auszeichnungskategorien:

Radlaktivstes Team in Kolbermoor:

• Platz 1: Firmenteam Cohu (20 Radelnde legten 8410 Kilometer zurück)

• Platz 2: Offenes Team (20 Radelnde legten 8046 Kilometer zurück)

• Platz 3: Mangfalltaler Trachtler (23 Radelnde legten 6029 Kilometer zurück)

Größtes Team in Kolbermoor:

• Platz 1: Mangfallschule Kolbermoor (73 Radelnde legten 5654 Kilometer zurück)

• Platz 2: Die kleinen Strolche (48 Radelnde legten 2479 Kilometer zurück)

• Platz 3: Adolf-Rasp-Schule (29 Radelnde legten 1109 Kilometer zurück)

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