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ETWAS BESONDERES UND EINE GROßE EHRE

Stadtkirche Kolbermoor: Neue Kommunionhelfer eingeführt

Für die Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit wurde Siegfried Obermayr (links) als Kommunionhelfer von Pfarrer Maurus Scheurenbrand eingeführt.
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Für die Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit wurde Siegfried Obermayr (links) als Kommunionhelfer von Pfarrer Maurus Scheurenbrand eingeführt.
  • Ulrich Nathen-Berger
    vonUlrich Nathen-Berger
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Anita Hagn und Siegfried Obermayr sind neue Kommunionhelfer in der Stadtkirche Kolbermoor. Warum sie sich im Dienst der Kirche engagieren, haben beide im Interview mit dem Mangfall-Boten deutlich gemacht.

Kolbermoor – Seit mehr als 50 Jahren sind sie fester Bestandteil des kirchlichen Gemeindelebens in Deutschland, für die katholischen Gläubigen sind Kommunionhelfer heutzutage ein gewohnter Anblick in den Gottesdiensten. So auch in der Stadtkirche Kolbermoor: In ihren beiden Pfarreien Hl. Dreifaltigkeit und Wiederkunft Christi engagieren sich mittlerweile 18 Laien in diesem kirchlichen Ehrenamt. Zwei von ihnen sind erst vor wenigen Tagen für ihren Dienst beauftragt worden: Lektorin Anita Hagn und Mesner Siegfried Obermayr (Hl. Dreifaltigkeit). Warum sie sich im Dienst der Kirche engagieren, haben beide im Gespräch mit dem Mangfall-Boten deutlich gemacht.

Es entspricht nicht gerade dem Zeitgeist, dass sich Menschen in den Dienst der katholischen Kirche stellen. Was hat Sie dazu angetrieben?

Anita Hagn: Schon in meiner Kindheit habe ich positive Erfahrung mit der Kirche gemacht. Ich bin in einer traditionsverbundenen Familie groß geworden, für die der regelmäßige Kirchenbesuch selbstverständlich ist. Später habe ich mich in verschiedenen Projekten engagiert. Aus beruflichen Gründen musste ich mich zurücknehmen, dann kamen meine Kinder, und in dieser Zeit habe ich meine Prioritäten wieder neu geordnet. Dazu gehörte die Vermittlung von Werten, wie zum Beispiel dieses Zusammengehörigkeitsgefühl, das die Kirchengemeinschaft trägt. Deshalb wollte ich mich in der Kirche wieder zu engagieren.

Neue Kommunionhelferin in der Pfarrei Wiederkunft Christi ist Anita Hagn; hier empfängt sie von Pfarrer Scheurenbrand den Segen.

Siegfried Obermayr: Bei der Kirche stehe ich schon länger im Dienst als hauptamtlicher Mesner. Aber nicht nur deshalb fühle ich mich mit ihr sehr stark verbunden. Als Mesner sorge ich nicht nur dafür, dass zum Beispiel die Glocken läuten oder die Kerzen brennen. Meine Aufgaben sind vielfältiger, ich bin auch an der Messfeier beteiligt, trage Talar und Rochette und wirke im Presbyterium mit. In einem kirchlichen Ehrenamt lässt sich die Kirchengemeinschaft direkt erleben. Weil ich vom christlichen Glauben her voll dahinter stehe, war für mich klar, dass ich mich auch als Kommunionhelfer engagieren möchte.

Was ist das für ein Gefühl für Sie, die Kommunion austeilen zu dürfen?

Obermayr: Die Kommunion – den Leib Christi – an unsere Gläubigen zu verteilen, das ist für mich ein unglaublich schönes, warmes Gefühl. Es ist auch eine gewisse Ehre.

Hagn:An dem Tag meiner Einführung habe ich bereits die Kommunion austeilen dürfen, ich war sehr nervös. Es war ein erhebendes Gefühl für mich, es war etwas ganz Besonderes.

Sie tragen die Kommunion als Helfer auch zu Kranken oder Sterbenden aus. Wie sind Sie darauf vorbereitet worden?

Hagn: In einem eintägigen Kurs in Schloss Ried in München, für rund 20 Teilnehmer aus der Erzdiözese München-Freising. Wir hatten einen Diakon als Kursleiter, der uns die Bedeutung des Ehrenamtes deutlich gemacht hat.

Monika Langer

Obermayr: Als ich den Kurs gemacht habe, war ich erstaunt darüber, wie weitreichend die Aufgabe ist – was mich aber erfüllt.

Sie erleben die Kirchengemeinschaft offenbar völlig anders als jene Menschen, die aus der Kirche austreten. Was ist der Grund für diese Austritte?

Obermayr: Dass weniger Leute in die Kirche kommen, ist unabhängig von der derzeitigen Corona-Pandemie ein Prozess, der leider schon länger zu beobachten ist. Speziell in unserer Pfarrgemeinde sind immer die gleichen Menschen in der Kirche zu sehen.

Hagn: Die Kirchengemeinschaft lebt durch die Menschen, die diese Kirche lebbar machen. Es gibt in der Kirche aber auch schwarze Schafe… Wer diesbezüglich, in welcher Form auch immer, negative Erfahrungen gemacht hat, tut sich schwer, die kirchliche Gemeinschaft weiter zu leben.

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