Spundwand plus Betonplatten ergeben neue Sitzgelegenheiten

Jetzt ist der Bauabschnitt 04 beim Hochwasserschutz an der Mangfall an der Reihe. Artmeier

Kolbermoor – Jetzt wird noch letzte Hand angelegt an den Hochwasserschutz entlang der Mangfall.

Dabei geht es nun noch um die Optik – und um ein wenig Komfort. Denn wenn die Spundwände erst einmal endgültig mit den noch auszuwählenden Platten belegt sind, dienen sie auch als Sitzgelegenheit für die Bevölkerung.

Derzeit sind die Spundwände zum Teil mit drei Varianten von Musterplatten belegt: zweimal in einem rot-braunen Ton und einmal in herkömmlicher Betonfarbe. Welche davon es werden wird, darüber stimmt sich das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim mit Bürgermeister Peter Kloo ab, bevor die Produktion der Platten bei Hafner Beton in Bruckmühl in Auftrag gegeben wird. Die Firma Porr GmbH & Co. KGaA ist mit den Arbeiten beziehungsweise dem Erstellen der Unterkonstruktion und dem Anbringen der Platten beauftragt.

Üblicherweise werden Spundwände dieser Art mit einer Stahlabdeckung versehen, sagt Projektleiterin Iris Reitinger-Eß vom Wasserwirtschaftsamt. Doch von Stadt und Bürgern war im landschaftlich schönen Bereich etwas anderes gewollt (wir berichteten). Zu scharfkantig seien diese Stahlabdeckungen, und zudem auch rostanfällig.

Dass die Abdeckung mittels Betonplatten erfolgen soll, steht schon seit Längerem fest. Die nach dem im Zuge der Sofortmaßnahmen nach dem Jahrhunderthochwasser von 2013 errichteten Spundwände waren seinerzeit provisorisch mit Holzplatten abgedeckt worden. Diese sind mittlerweile stark verwittert und sollen nun auf eine Länge von über einem Kilometer den Betonplatten weichen. Noch in diesem Sommer soll es soweit sein, sagt Iris Reitinger-Eß. Von den Kosten in Höhe von knapp 800 000 Euro trägt die Stadt 40 Prozent. Lediglich auf dem Teilstück stadtauswärts Richtung Rosenheim erfolgt die Abdeckung mittels Stahl. el

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