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Spaziergänger freuen sich über freie Sicht

„Paradies aus zweiter Hand“: Pflegeaktion auf dem Tonwerkgelände in Kolbermoor

Mit Rechen und Heugabeln gingen (von links) Konrad Aubreville, Klaus Dehler, Katharina Meidinger, Michael Werner, Paul Werner und Michael Krämer an die Arbeit.
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Mit Rechen und Heugabeln gingen (von links) Konrad Aubreville, Klaus Dehler, Katharina Meidinger, Michael Werner, Paul Werner und Michael Krämer an die Arbeit.

Schon seit über 30 Jahren treffen sich die Mitglieder des Bund Naturschutz zu Landschaftspflegemaßnahmen auf dem Tonwerkgelände in Kolbermoor. Nicht einmal das regnerische Wetter hielt die Gruppe davon ab.

Kolbermoor – Mit Motorsense, Rechen und Heugabeln ist der Bund Naturschutz an die Arbeit gegangen und hat das nasse Mähgut beiseite geräumt. Lobende Worte erhielten die Helfer von vorbeigehenden Spaziergängern, die sich über die freie Sicht auf die Wasserfläche vom Rundweg aus freuten. Bis zur Mittagszeit waren die Pflegearbeiten durchgeführt.

Für den Bund Naturschutz hat das Tonwerkgelände als ein „Paradies aus zweiter Hand“ eine ganz besondere Bedeutung. Als vor jetzt 35 Jahren der industrielle Abbau von Lehm eingestellt wurde, wollte die Stadt Kolbermoor das Gebiet für Sportanlagen sowie einen Volksfestplatz nutzen. Erst nach Diskussionen und der Sammlung von über 3500 Unterschriften für den Erhalt der Feuchtflächen erklärte sich der Landkreis dazu bereit, die Biotopflächen mit Zuschüssen aus dem Naturschutzfond anzukaufen.

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Inzwischen halten die großen Flachwasserzonen Regenwasser zurück und die Insel mit ihren Schilfrändern im westlichen Weiher ist zu einem ungestörten Rückzugsgebiet für seltene Vögel wie Teich- und Sumpfrohrsänger, Sumpfmeisen und Graureiher geworden. An den Uferbereichen und Aussichtspunkten kann man im Sommer Libellen, Schmetterlinge und Insekten beobachten und in der Dämmerung verschiedene Arten der nachtaktiven Fledermäuse.

re/JF

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