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Viele Familien beim „Schnuppern“

Pullacher Floriansjünger schmieden Pläne für eine Kinderfeuerwehr

Mit der Wasserspritze wurden die kleinen Feuerwehrautos auf die Reise geschickt.
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Mit der Wasserspritze wurden die kleinen Feuerwehrautos auf die Reise geschickt.
  • VonJohann Baumann
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Eine Jugendfeuerwehr haben sie schon. Jetzt möchten die Pullacher Floriansjünger gerne auch noch eine Kinderfeuerwehr ins Leben rufen. Die erste Weiche dazu haben sie jetzt schon mal gestellt.

Pullach – „Da allgemein und bei uns in Pullach das Freizeitangebot für die Kleinsten sehr begrenzt ist, überlegt die Feuerwehr Pullach aktuell, eine Kinderfeuerwehr ins Leben zu rufen“ – so hieß es im Vorfeld der „Langen Nacht“ der Floriansjünger. Aus diesem Grund war der Schwerpunkt der Veranstaltung den jungen Familien gewidmet. „Hier sollen sich auch Eltern kennenlernen und dadurch gewinnt die Dorfgemeinschaft“, erklärte der Kommandant Josef Hofmann vorab dem „Mangfall-Boten“.

Ziel sei es, interessierte Kinder spielerisch an die Feuerwehr heranzuführen und mit ihnen mittelfristig auch die Jugendfeuerwehr zu verstärken. Diese wurde 2001 gegründet und wird seit 2015 von Melanie Tschicha geleitet. „Momentan sind vier Buben und drei Mädchen im Alter zwischen 12 und 16 Jahren bei uns“, schildert die 31-jährige Hotelfachfrau unserer Zeitung.

Jugend fit in Theorie und Praxis

Mit ihren Schützlingen trifft sie sich jeden Donnerstag von 19 bis 21 Uhr im Feuerwehrhaus. Zu den praktischen Übungen zählen der Löschaufbau bei einem Pkw-Brand, die Erste-Hilfe-Leistung oder die Personenrettung aus einem Pkw. Im theoretischen Unterricht werden beispielsweise Unfallverhütungsvorschriften vermittelt oder die Rechte und Pflichten für die Nachwuchs-Floriansjünger erläutert.

„Zur Theorie gehört auch die Fahrzeugkunde, die wir spielerisch im „Stadt-Land-Fluss“-Modus durchnehmen“, berichtet die Leiterin. Des Weiteren veranstaltet sie mit den Jugendlichen unter anderem Pizza-Abende und unternimmt Ausflüge wie zum Kreisjugend-Feuerwehrtag. Auf Landkreis-Ebene werden Wissenstests durchgeführt und Leistungsprüfungen abgenommen.

„Die Buben und Mädchen sind mit wahrem Feuereifer dabei und sie wollen auch in den Ferien keine Pause“ unterstreicht sie und führt weiter aus: „Es ist schön zu sehen, wie sie in die Feuerwehr hineinwachsen. Es ist nicht einfach, sie bei der Stange zu halten angesichts der schulischen Anforderungen und vielfältiger anderer Freizeitinteressen. Wir würden uns über weiteren Zuwachs sehr freuen, denn je größer das Team ist, desto mehr Möglichkeiten hat man bei den Übungen.“

Im Bobby-Car-Zelt drehten die Kinderfeuerwehr-Aspiranten eifrig ihre Runden.

Trotz des regnerischen Wetters kamen über 100 Erwachsene und rund 80 Kinder zum „Familientag“. Die Kleinen tobten voller Freude auf den beiden Hüpfburgen herum, drehten im Bobby-Car-Zelt eifrig ihre Runden oder schickten per Wasserstrahl kleine Feuerwehrautos auf die Stecke. Selbstverständlich konnten sie auch die beiden Fahrzeuge der Pullacher Wehr, das Löschgruppenfahrzeug (LF 10) und den Mannschaftstransportwagen (MTW) von außen und innen besichtigen. Außerdem warteten – unterteilt in drei Altersgruppen – knifflige Quizfragen auf die Besucher.

So mussten die „schlauen Minis“ unter anderem die verschiedenen Notfall-Telefonnummern benennen oder das Verhalten im Brandfall beschreiben. Die „schlauen Kids“ wurden nach dem Vorgehen der Feuerwehr bei einer Kellerüberflutung oder nach alternativen Löschmitteln gefragt. Die „Großen und die Familien“ waren gefordert bei der Aufzählung der vier Hauptaufgaben der Feuerwehr oder bei der Nennung der Anzahl der Pullacher Ortsvereine.

Leo, Julius und Raphael (von links) hatten viel Spaß im Löschgruppenfahrzeug LF 10.

Kommandant Josef Hofmann war mit dem Verlauf und Ergebnis des Festes sehr zufrieden. „Wir sind überrascht, dass trotz des schlechten Wetters so viele Leute gekommen sind. Es sind Besucher gekommen, die wir gar nicht kannten und es wurden Kontakte geknüpft. Die Kinder hatten vor Freude rote Köpfe und die Resonanz auf den Parcours war sehr gut.“ Etwa 50 Quizblätter wurden ausgefüllt abgegeben und auf vielen Anmeldebögen wurde das Interesse an einer Kinderfeuerwehr bekundet. Die Anmeldungen werden Hofmann zufolge ausgewertet und die Personen angeschrieben.

Hoffen auf starke Rückmeldungen

„Nach deren Rückmeldungen überlegen wir dann, ob wir eine eingruppige Kinderfeuerwehr (bis zwölf Jahre) einrichten oder auf zwei Altersgruppen – bis sechs Jahre und von sechs bis zwölf Jahre – aufteilen“, kündigte der Kommandant an. Den Ausklang bildete am Abend das gemütliche Beisammensein der „Großen“.

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