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Ehrenamt in der Mangfallstadt

So hübscht eine Kolbermoorerin den Garten am Bürgerhaus auf

„Ein Wunsch ist mit dem Garten-Ehrenamt in Erfüllung gegangen“, schwärmt Ursula Herr, die sich seit einem Jahr um den Garten am Bürgerhaus kümmert. Die 80-Jährige ist vor etwa zwei Jahren nach Kolbermoor gezogen und schwärmt nicht nur von ihrem Ehrenamt, sondern auch von ihrer Wahlheimat.
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„Ein Wunsch ist mit dem Garten-Ehrenamt in Erfüllung gegangen“, schwärmt Ursula Herr, die sich seit einem Jahr um den Garten am Bürgerhaus kümmert. Die 80-Jährige ist vor etwa zwei Jahren nach Kolbermoor gezogen und schwärmt nicht nur von ihrem Ehrenamt, sondern auch von ihrer Wahlheimat.
  • Ines Weinzierl
    VonInes Weinzierl
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Dame mit grünem Daumen: Ursula Herr (80) kümmert sich um die Hochbeete und die Kräuterschnecke am Bürgerhaus Mangfalltreff.

Kolbermoor – Vor rund einem Jahr hat sich für Ursula Herr (80) ein Wunsch erfüllt: Denn vor einem Jahr begann die Wahl-Kolbermoorerin sich um den kleinen Garten hinter dem Bürgerhaus zu kümmern. Zu diesem Ehrenamt kam die ehemalige Kirchen-Angestellte über eine Lesepatenschaft des Bürgerhauses Mangfalltreff.

Hochbeete beackern

Leiterin Dagmar Badura erzählte ihr, dass sie Blumenzwiebeln geschenkt bekommen habe. Und prompt hat Ursula Herr vorgeschlagen, sie einzupflanzen. Als sie dann gesehen hat, dass im Garten des Bürgerhauses auch Hochbeete sind, war sie Feuer und Flamme. „Hochbeete zu beackern war immer mein Traum.“

Radieschen, Kohlrabi, Fenchel und Mangold

Und so kümmert sie sich seit rund einem Jahr um die zwei Hochbeete und die Kräuterschnecke. Derzeit pflanzt sie Wintersalat und Winterzwiebeln, dann wächst das ganze Jahr über etwas. Obendrein hat sie Feldsalat angebaut – solange es keinen Frost gibt, wächst er ja, weiß die Hobbygärtnerin, die heuer bereits Radieschen, Kohlrabi, Fenchel, Mangold und Zucchini gepflanzt und geerntet hat.

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Zucchini hat sie auch schon mit nach Hause genommen und daraus Spaghetti gemacht – „köstlich“, sagt sie und lacht. Darüber hinaus wird das Gemüse, das im Bürgerhaus wächst und gedeiht, in der nahen Nachbarschaft verteilt und soll auch Teil des Mittagessens werden, das eigentlich im Bürgerhaus einmal monatlich für die Bürger angeboten wird.

Treffen fanden nicht statt

Im Schatten von Corona habe dieses Angebot allerdings monatelang nicht stattfinden können. Das soll sich aber wieder ändern, so Leiterin Dagmar Badura, die überglücklich ist, dass Ursula Herr nun den Garten im Griff hat. „Denn ich habe keinen grünen Daumen“, erklärt Badura und lacht.

Ursula Herr lernt immer dazu

Und Herr lernt auch immer noch dazu: „So weiß ich jetzt, dass Petersilie in einem Jahr dort, und im nächsten Jahr an einem anderen Ort angepflanzt werden muss.“ Obendrein habe sie sich noch nicht an die Aufzucht von Tomaten herangetraut – „alle sagen das sei schwierig und Tomaten benötigen einen Regenschutz“.

Rosmarin, Thymian und Liebstöckel

Neben den Hochbeeten gibt es auch noch die Kräuterschnecke, die Herr unter ihre Fittiche genommen hat. Rosmarin, Petersilie, Zitronensalbei, Thymian und Liebstöckel wachsen da. Letzteres ist für Herr unverzichtbar. Das sogenannte Maggikraut passt nahezu in jedes Gericht.

Wässern, Unkraut jäten, Schnecken einsammeln

Herr ist das ganze Jahr über mit dem Garten beschäftigt. Im Sommer war sie teilweise jeden Tag dort, um alles zu Gießen, erklärt sie. Und wenn sie schon mal dort ist, nimmt sie die Gartenkralle zur Hand – „mein Lieblingsgerät“. Und wenn die Kralle und der Gartenschlauch im Einsatz waren, jätet sie Unkraut, knöpft sich die Schnecken vor und sammelt sie ab.

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Und welche Pläne hat sie für 2022? „Ein Folientunnel wäre super, dann gedeiht auch alles über den Winter und man kann die Erntezeit verlängern“, erklärt sie. Herr liebt die Gartenarbeit schon ewig: „Durch meine Schwiegereltern habe ich viel gelernt.“

„Die Menschen sind so freundlich“

Und wenn sie nach der Gartenarbeit am Bürgerhaus nach Hause in den Kolbermoorer Norden fährt, dann bewundert sie die „schöne Bepflanzung, die überall in der Stadt zusehen ist. Das ist wirklich schön.“ Und überhaupt: „Kolbermoor ist toll.“ Vor rund zwei Jahren ist sie von Baden-Württemberg in die Mangfallstadt gezogen.

Spaziergänger grüßen

„Ich bin hier so herzlich aufgenommen worden, alle sind so freundlich.“ Das macht sie auch daran fest, wenn sie beispielsweise am Tonwerkweiher spazieren geht: „Die meisten, die man trifft, grüßen. Das finde ich sehr schön.“ Genauso wie ihr Ehrenamt im Garten des Bürgerhauses.

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