BAUAUSSCHUSS KOLBERMOOR

Seniorenheim soll erweitert werden

Das Seniorenheim „Pro Vita“ soll umgebaut und erweitert werden. Buhleier
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Das Seniorenheim „Pro Vita“ soll umgebaut und erweitert werden. Buhleier

Das Seniorenheim „Pro Vita“ im Süden von Kolbermoor soll saniert und erweitert werden. Der Bauausschuss erteilte in seiner jüngsten Sitzung „grünes Licht“ zu dem Vorhaben. Nun soll der Bebauungsplan „Südlich der Staatsstraße“ im betreffenden Bereich geändert werden.

Kolbermoor – Seit 1986 gibt es das Seniorenheim „Pro Vita“ an der Josef-Hamberger-Straße bereits. Nun soll das inzwischen 30 Jahre alte Senioren- und Pflegeheim saniert und den Vorschriften gemäß angepasst werden.

Hintergrund ist das neue Pflege- und Wohnqualitätsgesetz (Juli 2011), in dem die baulichen Anforderungen an Pflegeheime grundlegend neu definiert worden sind, wie in der Sitzung erläutert wurde. Hauptzielsetzung sei die Verbesserung der räumlichen Lebensqualität und die Schaffung einer weitgehenden Unabhängigkeit, auch bei körperlichen Einschränkungen der pflegebedürftigen Menschen.

Gleichzeitig wollen die Bauwerber das Gebäude an einen zeitgemäßen Standard anpassen, wie Bürgermeister Peter Kloo ausführte. Geplant ist seinen Worten zufolge eine generelle Sanierung und Erweiterung sowie die Aufstockung des Gebäudes zum Erhalt der Pflege- und Arbeitsplätze. Unter anderem soll das Heim auch eine Fluchttreppe erhalten.

Wie wirkt sich die Erweiterung auf die Stellplatzsituation aus? Diesen Aspekt hinterfragte Sigrid Kumberger (SPD). Stellplätze seien in der Tiefgarage vorhanden, erklärte dazu Kloo. Zudem solle nicht die Bewohnerzahl erhöht werden, sondern die Qualität, unter anderem durch mehr Einzelzimmer, wusste der Rathauschef. Weitere Details müssten im Bauantrag geregelt werden.

Der aktuell beantragten Änderung des Bebauungsplanes „Südlich der Staatsstraße“ stimmte das Gremium zu und fasste somit einstimmig den Auslegungs- und Billigungsbeschluss. „Umwege“ muss ein Bauwerber aus Pullach in Kauf nehmen, der einen Antrag auf Vorbescheid hinsichtlich eines Windfangs beziehungsweise ein „Pool-Haus“ (rund 30 Quadratmeter) für ein Gebäude an der Anton-Fahrner-Straße gestellt hatte. Weil der Anbau die Baugrenzen im Westen überschreitet, lehnte das Gremium das Vorhaben in jüngster Sitzung zwar ab, stellte aber gleichzeitig die Änderung des Bebauungsplans „Pullach Kern“ in diesem Bereich in Aussicht, um damit das Projekt auf dieser Schiene auf den Weg zu bringen.

Satzung machtBauen möglich

Ein Doppelhaus mit zwei Doppelgaragen soll am Föhrenweg in Lohholz errichtet werden, wozu der Bauausschuss in seiner Dezember-Sitzung seine Zustimmung signalisierte. Ermöglicht wird das Vorhaben durch die Klarstellungs- und Einbeziehungssatzung „Am Föhrenweg“, die nördlich von Lohholz eine „beschränkte bauliche Entwicklung“ zulässt. Auch mit einer Abweichung vom eigentlichen Baufenster zeigte sich das Gremium letztendlich einverstanden. Einzig Stadtrat Sebastian Dax eder (CSU) monierte, weil als Ersatzbau für das bisherige Einfamilienhaus auf dem Grundstück nun ein Doppelhaus entstehen soll – „ein bisschen Bauchweh habe ich schon dabei“, meinte er in der Sitzung.

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