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PAULINE-THOMA-SCHULE KOLBERMOOR

Spitzenleistungen trotz Homeschooling: „Ihr könnt stolz auf euch sein“

Auch in diesem Jahr fand die Abschlussfeier an der Pauline-Thoma-Mittelschule in ganz kleinem Kreis statt: Nur die Schüler, Rektor Markus Rinner und die jeweilige Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer waren anwesend.
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Auch in diesem Jahr fand die Abschlussfeier an der Pauline-Thoma-Mittelschule in ganz kleinem Kreis statt: Nur die Schüler, Rektor Markus Rinner und die jeweilige Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer waren anwesend.
  • VonJohannes Thomae
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Im kleinen Kreis erhielten 120 Jugendliche der Pauline-Thoma-Mittelschule in Kolbermoor ihre Abschlusszeugnisse. Vor allem unter fehlenden sozialen Kontakten hätten die Schüler im Lockdown gelitten, waren sich die Lehrer einig. Dennoch: Die Zeugnisse fielen coronabedingt nicht schlechter aus.

Kolbermoor – Auch heuer gab es nicht das übliche große Abschlussfest an der Pauline-Thoma-Mittelschule, auch heuer wurden 120 Schüler in kleinem Kreis ins Berufsleben verabschiedet: Nur die Schüler, Rektor Markus Rinner und die jeweiligen Klassenlehrer waren anwesend. Mag sein, dass das den jungen Leuten selbst gar nicht so auffiel, denn sie haben ja keinen direkten Vergleich. Die Lehrer wissen aber sehr wohl, dass hier doch etwas fehlt und bemühten sich, um ein fröhliches Ambiente in der Aula: Sie hatten sie noch am Morgen mit Girlanden und Luftballons geschmückt.

+++ In unserem Dossier finden Sie alle Artikel zum Schulabschluss 2021 in der Region. +++

Dickes Lob vom Rektor

Die Lehrer sind es auch, die am deutlichsten wissen, welche Leistung die Jugendlichen vollbracht haben: Diese sind der Jahrgang, für den gleich zwei entscheidende Schuljahre, nämlich das achte und neunte, beziehungsweise bei den Abgängern mit mittlerem Schulabschluss die neunte und zehnte Klasse von Corona und den damit verbundenen Ausfällen und Einschränkungen geprägt wurden.

Spitzenleistungen erbracht

Zu den Zeugnissen gab es ein Herz und für die 9b noch ein Abschiedsgeschenk der Klassenlehrerin Julia Nowotny.

Nicht umsonst sagte deshalb Julia Nowotny, Klassenlehrerin der 9a zu ihren „Kindern“: „Seid stolz auf euch, klopft Euch selber auf die Schulter, egal welche Noten im Zeugnis stehen, denn ihr habt wirklich etwas geleistet!“

Ein Lob, in das auch Rektor Markus Rinner einstimmte, denn übers Ganze gesehen fielen die Zeugnisse nicht schlechter aus als im letzten Jahr, im Gegenteil: Es gab dieses Jahr sogar neun Schüler, die richtige Spitzenleistungen erbracht haben. Ein bisschen hat da, so Rinner, wohl auch etwas die mittlerweile gewonnene Erfahrung mit einem Unterricht unter Coronabedingungen geholfen. „Der Mensch ist glücklicherweise in der Lage, sich selbst an ungünstige Rahmenbedingungen irgendwie anzupassen.“

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Schwerer fällt das allerdings bei allem, was mit „sozialem Kontakt“ zu beschreiben ist, meint der Rektor. Die Schüler, so sagt er, brauchen einfach die Begegnung untereinander, um sich auszutauschen und auch aneinander zu reiben. Wenn das in der Schule nicht mehr geht, aber auch in der Freizeit nicht, weil es so gut wie keine Vereinstätigkeit mehr gab und auch sonst die Möglichkeiten, sich zu treffen, kaum gegeben waren, dann fehlt hier eindeutig etwas, was für das Erwachsenwerden der jungen Leute wichtig wäre. Natürlich sagt er, bemüht sich die Schule darum, hier auszugleichen, was auszugleichen geht und nennt in diesem Zusammenhang ausdrücklich wie wichtig die beiden Sozialpädagogen der Schule, Silvia Baumann und Max Mank sind.

Und Maximilian Hüttenhofer, Klassenlehrer der 9b, sagt in diesem Zusammenhang, dass man sich in den letzten beiden Jahren noch einmal verstärkt darum bemüht habe, den Jugendlichen in der Schule einen Raum der Stabilität, der Zuverlässigkeit und der Ordnung zu geben: „Sie suchen einfach diese Art von Halt. Klar geht es ihnen im Moment auch auf die Nerven, wenn man einmal streng ist, aber eine Führung, die fair bleibt, wollen sie durchaus.“

Insgesamt aber, da war sich Rektor Rinner sicher, ist es auch dieses Jahr gelungen, den Abschlussschülern nicht nur Wissen, sondern auch Werte, wie Zuverlässigkeit, Respekt und Disziplin zu vermitteln.

Für Arbeitsmarkt gerüstet

Damit seien sie für den Arbeitsmarkt bestens gerüstet, auch wenn es heuer ein klein wenig schwieriger sei, als in den vergangenen Jahren, eine Arbeitsstelle zu finden: Corona bremse doch etwas die Bereitschaft mancher Betriebe, derzeit Auszubildende einzustellen. Gerade die jetzt fertig gewordenen Jugendlichen aber sind mit Sicherheit ein Gewinn für jeden Betrieb, davon ist Rektor Max Rinner überzeugt.

Rückgrat und Selbstbewusstsein

Schließlich hätten sie bewiesen, dass sie sich auch durch widrige Umstände „hindurchbeißen“ können. Optimistisch ist auch Maxmilian Hüttenhofer: „Es mag vielleicht einen Tick schwerer sein als sonst, aber ich glaube, dass jemand, der sich bei einer Firma vorstellt, mit geradem Rücken und gesundem Selbstbewusstsein, dabei zeigt, dass er beziehungsweise sie wirkliches Interesse an dem jeweiligen Betrieb hat, auch derzeit gut eine Stelle finden konnte und auch noch kann.“

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