PHYSIKWETTBEWERB AM KAROLINEN-GYMNASIUM

Schüler beschleunigten Teilchen

Ferdinand Pelzl(von links) und Benedikt Schiller führen ihrem Physiklehrer Peter Hetterich, der Bundestagsabgeordneten Daniela Ludwig und Staatssekretär Stefan Müller ihre Apparatur vor. Schlecker
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Ferdinand Pelzl(von links) und Benedikt Schiller führen ihrem Physiklehrer Peter Hetterich, der Bundestagsabgeordneten Daniela Ludwig und Staatssekretär Stefan Müller ihre Apparatur vor. Schlecker

Schüler des Karolinen-Gymnasiums Rosenheim bauten im Rahmen eines Physikwettbewerbs einen „Teilchenbeschleuniger“. Die Sieger Benedikt Schiller und Ferdinand Pelzl dürfen nun in Kürze das Original, den größten Teilchenbeschleuniger der Welt im Schweizer Kanton Genf, besuchen. Dazu gratulierten auch Staatssekretär Stefan Müller und Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig.

Rosenheim – Das Karolinen-Gymnasium wurde vor eineinhalb Jahren als erste Schule in Rosenheim als „MINT–freundlich“ zertifiziert.

Damit hat sich das Gymnasium zum Ziel gesetzt, die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik über das normale Maß hinaus zu fördern. Zusätzlich wurde jüngst eine spezielle Begabtenförderung eingeführt, gesponsert wird diese von der Sparkassenstiftung Zukunft.

Dieses MINT-Plus-Programm setzt sich aus verschiedenen Lernmodulen zusammen und umfasst auch die Austragung eines Physikwettbewerbs. Vor einigen Wochen wurden die Schüler aufgefordert, einen Teilchenbeschleuniger zu bauen, mit dem sich Tennisbälle beschleunigen lassen. Insgesamt zehn abenteuerliche Konstruktionen gingen an den Start.

Philippa und Emma, beide 15 Jahre alt, haben sich immer schon für Technik inte ressiert. Darum stand für sie eine Teilnahme an dem schulinternen Wettbewerb außer Frage. Philippa und Emma bauten eine Art Steinschleuder, die schon von den Römern genutzt wurde. Viele Wochenenden haben die jungen Damen mit Planen, Sägen und Schrauben verbracht. „Das hat viel Spaß gemacht“, sind sich die beiden einig. Belohnt wurde ihr Engagement mit dem zweiten Platz und mit Einkaufsgutscheinen.

Noch besser gefiel der Lehrer-Jury die Beschleunigungsmaschine des 14-jährigen Benedikt Schillers und des 15-jährigen Ferdinand Pelzls. Auch sie sind leidenschaftliche Tüftler. Der Physikwettbewerb stellte für sie dennoch eine ganz besondere Herausforderung dar. Über ihren Preis freuen sich die Jugendlichen deshalb sehr.

Die Schirmherrschaft für den Wettbewerb hat Stefan Müller, Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, übernommen. Er lobte die über 30 Teilnehmer als „Botschafter des technischen Fortschritts“.

Wie wichtig das Verstehen von technischen Abläufen ist, betonte Thomas Dobner von der Sparkassenstiftung Zukunft: „In einer digitalen Welt gewinnen die MINT-Fächer zunehmend an Bedeutung.“

Schulleiterin Sigrid Rechenauer freute sich über die „außergewöhnlichen und kreativen Ideen“, die entstanden sind.

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