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Sanierung auf der Zielgeraden

Sechs Millionen Euro für bessere Arbeitsbedingungen: Kolbermoor bekommt topmoderne Feuerwache

Die Sanierungsarbeiten sind in der Fahrzeughalle angekommen. Während im vorderen Bereich die Handwerker zugange sind, mussten Fahrzeuge und Kameraden im hinteren Teil „zusammenrücken“.
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Die Sanierungsarbeiten sind in der Fahrzeughalle angekommen. Während im vorderen Bereich die Handwerker zugange sind, mussten Fahrzeuge und Kameraden im hinteren Teil „zusammenrücken“.
  • Kathrin Gerlach
    VonKathrin Gerlach
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Auf der Zielgeraden sind die Sanierungsarbeiten am Feuerwehrgerätehaus in Kolbermoor. Seit August 2019 wird das Gebäude umfassend umgebaut. Die Stadt Kolbermoor investiert kräftig in eine moderne Wache. In diesem Jahr soll sie fertig werden.

Kolbermoor – Der Feuerwehrverein hat die Ausstattung von Dienst- und Schulungsräumen sowie Stüberl übernommen und dafür bislang circa 70.000 Euro aufgebracht.

Seit fast drei Jahren rücken die Kameraden der Kolbermoorer Feuerwehr unter erschwerten Bedingungen aus – und das nicht nur wegen der Corona-Pandemie. Die Großbaustelle wandert durch die Gebäude, ist aktuell im Bereich der vorderen Tore der Fahrzeughalle angekommen. Fahrzeuge und Umkleiden befinden sich im hinteren Bereich. Es geht gerade etwas beengt zu. Ausgerückt wird trotzdem ohne Einschränkungen. Dass sich die Mühen lohnen, wird bei einem Rundgang durch das Haus klar, denn entstanden ist eine top moderne Feuerwache.

Der ganze Landkreis auf dem Monitor

Die Einsatzzentrale im Erdgeschoss ist jetzt auch über Monitore mit der Leitstelle gekoppelt. Hier werden Bereitschaft und Einsatzgeschehen aller Wehren im Landkreis in Echtzeit dokumentiert. „Wir sind immer einsatzbereit – trotz der Arbeitswege, auch in der Urlaubssaison oder bei krankheitsbedingten Ausfällen“, ist Kommandant Franz Wudy stolz auf seine Mannschaft.

Für Kommandanten, Dienstgrade, Verein und Jugendfeuerwehr sind geräumige Büros entstanden. Für reguläre drei Übungen pro Woche, zusätzliche Lehrgänge und Prüfungen bietet nun ein großer Schulungsraum den 100 aktiven Kameraden beste Möglichkeiten. Zudem wurde im Dachgeschoss eine Atemschutzübungsstrecke eingerichtet.

Der moderne Schulungsraum wird mindestens dreimal pro Woche für die 100 aktiven Kameraden gebraucht.

Im Obergeschoss befinden sich auch die Aufenthaltsräume. Die Jugendfeuerwehr richtet sich gerade noch gemütlich ein. Das neue Floriansstüberl für die „Großen“ ist schon fertig. Es bietet 55 Personen Platz – in Verbindung mit dem Schulungsraum sogar 150.

Das Einsatzgeschehen spielt sich im Erdgeschoss ab. Die neuen Umkleiden für Damen und Herren sind schon vorbereitet, führen direkt in die Fahrzeughalle. Sie können aber erst genutzt werden, wenn die Arbeiten dort fertig sind. Auch an einen Erste-Hilfe-Raum zur Erstversorgung verletzter Kameraden wurde gedacht.

Das Umkleiden in der Fahrzeughalle ist bald Geschichte. Die neuen Räume sind schon fertig.

Die Gesundheits- und Arbeitsbedingungen der Kameraden werden sich perspektivisch wesentlich verbessern. So entstand direkt in der Fahrzeughalle beispielsweise ein neuer Waschplatz. Hier kann Einsatzkleidung unmittelbar nach der Rückkehr von Brandherden grob gesäubert und getrocknet werden, um eine Kontaminierung der Umkleiden mit giftigen Rauchgasen oder Rußpartikeln zu vermeiden.

Auf modernstem technischen Stand ist auch das „Reich“ der drei hauptamtlichen Gerätewarte Armin Hörl, Andi Paukert und Hubert Schmid. Der Schlauchturm wurde während der Sanierung schon zurückgebaut. Er wird auch nicht mehr gebraucht, denn die körperlich schwere Arbeit von einst hat nun eine moderne Kompaktschlauchpflegeanlage übernommen.

In der neuen Atemschutzwerkstatt: (von links) Armin Hörl, Franz Wudy und Hubert Schmid.

In Schwarz-Weiß-Bereichen werden kontaminierte und saubere Einsatzuniformen, Atemschutzgeräte und Schläuche voneinander getrennt. In der Atemschutzwerkstatt sorgen die Gerätewarte für die Sicherheit der Kolbermoorer und Pullacher Atemschutzgeräteträger.

Wache mit eigener Schreinerwerkstatt

Nach der maschinellen Reinigung der Atemschutzgeräte werden Masken und Atemluftflaschen sorgfältig geprüft, versiegelt und für den nächsten Einsatz vorbereitet. Die Kolbermoorer Wehr verfügt auch über eine Schreinerwerkstatt. „70 Prozent unserer Einsätze sind technische Hilfeleistungen, dazu gehört beispielsweise auch die Notverschalung von Haustüren“, erläutert Zweiter Kommandant Armin Hörl.

Zum Fuhrpark kommt ein Versorgungs-Lkw

Noch ist die Fahrzeughalle eine Baustelle, doch bis Ende des Jahres, so die Hoffnung der Kolbermoorer Kameraden, wird auch sie fertig sein. Gegenwärtig werden im vorderen Bereich Elektronik, Druckluftleitungen, Beleuchtung und Boden erneuert. Sind die Arbeiten abgeschlossen, ziehen die Fahrzeuge dorthin um.

Für die Grobwäsche der Einsatzkleidung nach der Rückkehr vom Einsatz entstand dieser Waschplatz.

Dann soll der hintere Bereich der Fahrzeughalle fertiggestellt werden. Sind alle Arbeiten abgeschlossen, kommt zu den acht Fahrzeugen der Wehr noch ein Versorgungs-Lkw hinzu.

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