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Predigerinnentag der kfd Kolbermoor

Rästel um die Apostelin Junia gelöst

Sebastian Heindl, Diözesanpräses der kfd und Martina Mauder, geistliche Begleitung der kfd Kolbermoor bei der Wortgottesdienstfeier.
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Sebastian Heindl, Diözesanpräses der kfd und Martina Mauder, geistliche Begleitung der kfd Kolbermoor bei der Wortgottesdienstfeier.

Rund um den 17. Mai, dem Gedenktag der Apostelin Junia, fand in diesem Jahr schon zum dritten Mal der bundesweite Predigerinnentag der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) statt.

Kolbermoor – Stellvertretend für die Erzdiözese München und Freising wurde Pastoralreferentin Martina Mauder aus Kolbermoor ausgewählt, die Heilig Schrift auszulegen. So lud die kfd am Sonntag, 15. Mai, zu einer Wortgottesfeier in der Pfarrkirche Wiederkunft Christi ein. Mittelpunkt der Andacht bildete die Predigt, in der Martina Mauder das Wort Gottes mit einem Türblatt verglich, das durch das „Scharnier“ Heilig Geist in Bewegung kommt. Es läge nun an den Christen, diese Tür zu öffnen und diese Botschaft an die Menschen draußen in der Welt zu bringen. Dabei mahnte sie auch, man dürfe hierbei nicht ausschließend und engstirnig denken, sondern offen für alles sein, schließlich heiße katholisch „allum-fassend“.

Eine Frau als Apostel

Ein Vorbild der mutigen Verkündigung des Wortes Gottes könne hierfür die Apostelin Junia sein, von der der Apostel Petrus schreibt. Sie habe sich schon vor ihm zu Christus bekannt und wäre zusammen mit ihm im Gefängnis gewesen. Die Andacht endete mit Fürbitten und einem gemeinsamen Junia-Gebet. Anschließend gab es Gelegenheit, das eben gehörte mit den Mitfeiernden während einer Brotzeit noch mal zu überdenken und zu diskutieren.

Zusatz: Wer ist Junia? „Grüßt Andronikus und Junia, die zu meinem Volk gehören und mit mir zusammen im Gefängnis waren; sie ragen heraus unter den Aposteln und haben sich schon vor mir zu Christus bekannt“, so schreibt der Apostel Paulus im Postskript seines Römerbriefes. Sofort fällt dem Leser auf: Paulus benennt eine Frau als herausragenden Apostel, Junia. Aber erst seit kurzer Zeit ist dies in vielen Bibelübersetzungen zu finden, da die weibliche Form des Namens für einen Übersetzungsfehler gehalten wurde.

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Junia steht also für eine vernachlässigte Nachfolgerin Christi und macht so auf die immer noch von Männern dominierten katholischen Kirche aufmerksam. re/LH

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