Öffnung trotz Lockdown in Kolbermoor und Bruckmühl

„Unser Plan war eine Komplettöffnung“ - so geht es jetzt mit Kampfsport Kornhass weiter

v.l.: Mario Kornhass, Nino Kornhass und Ben März, Betreiber der Kampfsportstudions in Bruckmühl und Kolbermoor
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v.l.: Mario Kornhass, Nino Kornhass und Ben März, Betreiber der Kampfsportstudios Kornhass in Bruckmühl und Kolbermoor
  • Jennifer Bretz
    vonJennifer Bretz
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Ungeachtet des Öffnungsverbotes aufgrund der geltenden Corona-Maßnahmen, hat die Kampfsportschule Kornhass ihre zwei Studios in Kolbermoor und Bruckmühl am Montagabend, 11. Januar, wieder eröffnet. So geht es jetzt weiter.

Bruckmühl/Kolbermoor - „Unser Plan war eine Komplett-Eröffnung“, sagt Studiobetreiber Mario Kornhass. „Nachdem das Landratsamt aber wirklich mit der schärfste Waffe geschossen hat, die überhaupt in dem Repertoire vom Landratsamt ist, nämlich dem Gewerbeentzug von beiden Studios, sobald wir reguläres Training anbieten, haben wir uns auf das Kadertraining beschränkt.“

Kadertraining geht weiter - Dank an Unterstützer

Das Positive an dem Kadertraining sei Laut Kornhass, dass die Trainer des Kampfsportstudos seit 1. Januar 2021 Kadertrainer von Bayern sind. „Somit können wir auch nominieren, wer die Leistung und das Recht hat, im Bayernkader zu sein.“ Daher werden die Jungs am 18. Januar um 19 Uhr in Bruckmühl und um 19.30 Uhr in Kolbermoor das Kadertraining weiter führen. Man dürfe sich auch in den nächsten Wochen auf ein paar Überraschungen freuen, kündigen die Trainer an. „Was sehr traurig und auch schade ist, ist dass die breite Masse nicht das gleiche Recht hat wie der Kader“, so Mario.

Am Montag hat in der Kolbermoorer Kampfsportschule Kornhass das Training unter strengem Hygienekonzept wieder begonnen.

Mario und Nino Kornhass sowie Ben März bedanken sich bei allen Unterstützern. Die Resonanz auf ihre Aktion sei nach eigenen Angaben riesig und vorwiegend positiv gewesen. „Wir haben auch viel Feedback bekommen von Menschen, die ein eigenes Unternehmen haben“, sagt Nino Kornhass. Zu ihrer eigenen wirtschaftlichen Situation meint er: „Natürlich haben wie extreme Umsatzeinbrüche. Wir überleben wirtschaftlich momentan, weil wir so einen coolen Support von unseren Mitgliedern haben. Trotz dieser Umsatzeinbrücke können wir unsere Miete und unsere Steuern noch zahlen. Allerdings geht es vielen Unternehmen nicht so gut.“

Daher haben die Verantwortlichen des Kampfsportstudios überlegt, wie man etwas erreichen könne. „Wir können nur etwas erreichen, wenn wir alle zusammen was machen, wenn wirklich die Unternehmen zusammen halten. Es wird noch Monate so weiter gehen, ein Megalockdown wurde ja bereits angekündigt.“ Nino spricht auch eine Aktion in Italien an, bei der viele Gastronomien wieder aufmachten und voll besucht waren. „Nur so geht‘s“, sag der Geschäftsführer.

In einem Video wenden sich die Betreiber an ihre Mitglieder

Das war geschehen

Gegen 19.30 Uhr öffneten die Betreiber am vergangenen Montagabend (11. Januar) das Studio in Kolbermoor, eine halbe Stunde zuvor das in Bruckmühl. Trotz Lockdown. Ihnen drohen nun 5.000 Euro Bußgeld und bei weiterer Öffnung 25 000 Euro und der Gewerbeentzug. Mitarbeiter des Landratsamtes und die Polizei waren am Montagabend vor Ort und haben den Inhabern ein Betreiben ihrer Studios untersagt und ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen sie eröffnet.

jb

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