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Leserforum

Nicht noch ein kleines Wasserkraftwerk

Leserbrief zum Bericht: „Lasst die Mangfall den Fischen“ im Lokalteil:

Als ich den Artikel über den „Todeskampf der Fische“ an der Mangfall las, musste ich daran denken, dass Sie über ein geplantes Wasserkraftwerk in Westerham berichtet hatten.

Ich fand die Restwassermenge der Rosenheimer Mangfall oft bedenklich. Aus meiner Sicht sollte man die vereinbarte Wassermenge prüfen, um den Lebensraum Fluss zu schützen.

Dieser Sommer legt das bestehende Problem offen. Es wird deutlich, dass die Angst vor den Folgen des geplanten Kraftwerks berechtigt ist: Nicht nur, dass, wie berichtet, die Wassermenge ausgeschöpft ist, sondern, dass sinnlos Natur gestört wird.

Natürlich ist am Westerhamer Wehr eine Verbesserung wünschenswert. Aber die Fischaufstiegshilfe – bei einem Kraftwerk verpflichtend – wiegt den Schaden nicht auf.

Die Baumaßnahmen für das Betriesgebäude und später das Kraftwerk würden in einem eher naturnahen Bereich stattfinden. In direkter Nähe leben verschiedene Libellenarten, Froscharten, Vogelarten und Waldeidechsen. Durch eine Baustelle wäre deren Zuhause empfindlich gestört. Würde das Kraftwerk fertiggestellt, so trüge es zum Fischsterben bei.

Während der Fischaufstieg dann möglich ist, folgen die Fische beim Abstieg der Hauptströmung der Anlage. Viele sterben an ihren Verletzungen. Der wirtschaftliche Nutzen ist nicht erkennbar: 95 Prozent der Wasserkraftanlagen in Bayern haben eine Leistung von unter 1 MW und produzieren nur 1,5 Prozent des bayerischen Stroms.

Man fragt sich, welchen Sinn es hat, noch ein kleines Kraftwerk zu bauen. Die Natur gewinnt nichts, im nächsten trockenen Sommer sieht es wieder so aus oder schlimmer und zur Energiewende wird kein sinnvoller Beitrag geleistet, sondern ein Tropfen auf den heißen Stein beziehungsweise in die trockene Mangfall.

Theresia Kopp

Feldkirchen-Westerham

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