Neues Gebäude für Holzhof bewilligt

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Das Gewerbegebiet im Osten von Kolbermoor entlang der Rosenheimer Straße war zuletzt Thema im Bauausschuss. Anstoß der Diskussion war der Antrag eines Unternehmers, für seinen Energieholzhof ein Verwaltungsgebäude errichten zu wollen. Das Gremium erteilte dem Vorhaben einstimmig "grünes Licht".

Kolbermoor - Im August 2008 war auf dem gut 2300 Quadratmeter großen Areal nördlich der Rosenheimer Straße der "Energieholzhof" mit Verkaufs- und Ausstellungsflächen genehmigt worden. Nun ist zusätzlich ein Verwaltungsgebäude geplant.

Vorgesehen ist entsprechend dem Bauantrag ein 15 auf sechs Meter großes Gebäude in Containerbauweise mit drei Metern Höhe und einem Satteldach. Überdies ist ein überdachter Verkaufsraum mit den Ausmaßen 14 auf 5,5 Meter geplant. Zudem werden für das Vorhaben 15 Stellplätze nachgewiesen, was die Bauverwaltung als ausreichend beurteilte.

Auch gegen das Vorhaben insgesamt hatte das Bauamt keine Einwände, es füge sich in die gewerblich genutzte Umgebung ein, weshalb dem gemeindlichen Einvernehmen nichts entgegenstünde. Dieser Einschätzung schloss sich auch der Bauausschuss an und gab einstimmig "grünes Licht".

In der vorangegangenen Diskussion hatte CSU-Stadtrat Markus Schiffmann eine grundsätzliche Neuordnung des gesamten Gebietes angeregt, die Situation ist seiner Ansicht nach unbefriedigend, zudem würden Wegeverbindungen fehlen. "Für die weitere Entwicklung ist es bitter nötig, einzugreifen", betonte er. Lösungen in Sachen Verkehr, auch bezüglich des Verladens der Autos, müssten gefunden werden, so seine Forderung.

Verladeflächen seien in den Plänen eingezeichnet und würden nur nicht umgesetzt, erklärte dazu Bürgermeister Peter Kloo. Hinzu komme, dass eine Gesamtüberplanung des betreffenden Bereiches von den Eigentümern aktuell nicht gewünscht werde - "wir würden also nur Geld für die Überplanung ausgeben und ändern würde sich doch nichts", so Kloo, der zudem ergänzte, dass seit Jahren Grundstückstauschgeschäfte für mehr Straßengrund getätigt würden. Gegenüber einer von CSU-Stadtrat Günther Zellner ins Spiel gebrachten Veränderungssperre über das Gebiet, um "ein Zeichen zu setzen", zeigte sich Kloo wenig begeistert.

Für Zähneknirschen im Rathaus sorgt indes eine in der Aiblinger Au im Außenbereich geplante Schallschutzwand, die gleichzeitig als Unterstand für Maschinen genutzt werden soll - und die vom Landratsamt Rosenheim als nicht genehmigungsfähig eingestuft worden war, trotz positiven Bescheids von Seiten der Stadt Kolbermoor.

In jüngster Sitzung des Bauausschusses war das Vorhaben nun erneut Thema - und das Gremium unterstützte auch den zweiten Vorstoß des Bauwerbers einstimmig. Die Bauverwaltung der Stadt legte dem Landratsamt nun zwei Möglichkeiten vor: Den Antrag entweder als forstwirtschaftlichen Betrieb zu genehmigen, da immerhin an die 60 Hektar Wald bewirtschaftet würden und die Geräte in dem Unterstand untergebracht werden sollen; oder, falls rein gewerblich beurteilt, es als begünstigtes Vorhaben im Außenbereich anzusehen und das Vorhaben im Zuge einer baulichen Erweiterung des Betriebes zuzulassen.

Bürgermeister Kloo hofft nun auf ein Einlenken der Genehmigungsbehörde - "die aktuell sehr rigorose Auslegung des Paragrafen 34 im Landratsamt macht uns ziemliche Schwierigkeiten", meinte der Rathaus-Chef zähneknirschend. Denn seiner Ansicht nach ist es kontraproduktiv, Betrieben an ihren angestammten Standorten angemessene Erweiterungen zu verwehren.

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