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Namenssuche für Straßen im Kolbermoorer Conradty-Gelände geht weiter

Die Fische bleiben vorerst im Wasser und kommen nicht auf die Straßenschilder im Conradty-Gelände. Weinzierl

Der Kolbermoorer Stadtrat hat Forelle, Barbe und Co als Straßennamen für das im Bau befindliche Conradty-Gelände zurück in die Warteschleife gesetzt. Diskutiert wird jetzt darüber, ob die Straßen die Namen verdienstvoller Bürger tragen sollen, die damit postum geehrt würden.

Kolbermoor – Die neuen Straßen und Wege für das im Bau befindliche Gebiet Nähe Conradty-Gelände bleiben vorerst weiter namenlos. Forelle, Schmerle, Barbe, Koppe und Steinbeißer, nach denen sie laut Vorberatungen im Bauausschuss benannt werden sollten, sind zurück in der Warteschleife. Die Bauherren der geplanten Mehrfamilienhäuser sowie die Träger öffentlicher Belange müssen sich gedulden.

Lesen Sie dazu auch: Kolbermoor: Straßen werden zu Barben, Koppen und Steinbeißern

CSU will verdiente Bürger ehren

Grund dafür ist ein Antrag des CSU-Fraktionsvorsitzenden Sebastian Daxeder. Er forderte „aus aktuellem Anlass“, neue Straßen nach berühmten Persönlichkeiten der Stadt Kolbermoor zu benennen, unter anderem nach Heinrich Seyfried, der am 30. August im Alter von 80 Jahren verstorben ist, nach Kapellmeister und Organist Gerd Müller, nach dem Bürgermedaillenträger und Feuerwehr-Ehrenkommandanten Albert Moser oder dem langjährigen Vorstand des Obst- und Gartenbauvereins Gerhard Reischl.

Nach der Geschäftsordnung des Stadtrates Kolbermoor müssen Anträge, die in einer Sitzung behandelt werden sollen, allerdings spätestens bis zum 14. Tag vor der Sitzung beim Bürgermeister schriftlich eingereicht werden. Somit hätten Bürgermeister Peter Kloo und der Stadtrat den Antrag der CSU-Frak tion ablehnen und die Beschlussvorlage aus dem Bauausschuss bezüglich der „Fisch-Namen“ weiter diskutieren können.

Diskussion muss neu geführt werden

Die Dritte Bürgermeisterin Dagmar Levin-Feltz (SPD) kritisierte deshalb auch, dass sich die anderen Fraktionen über diesen Vorschlag gern ausführlichere Gedanken gemacht hätten. Bürgermeister Kloo (SPD) ließ aufgrund des sensiblen Themas die Diskussion über den CSU-Antrag dennoch zu, erinnerte aber auch daran, dass die Stadt Kolbermoor schon vor Jahren beschlossen hatte, Straßen nicht nach verdienstvollen Bürgern der Stadt zu benennen. Damals hatte der Blick in die Vergangenheit eines Bürgers Dinge zutage gebracht, mit der die Stadt nicht in Verbindung gebracht werden wollte.

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„Das wäre jetzt natürlich nicht der Fall“, betonte Kloo. Er schlug vor, diese Entscheidung trotzdem noch einmal gründlich zu überdenken.

„Wir werden noch viele Straßenzüge benennen und können die Diskussion darüber noch einmal neu führen“, meinte Dieter Kannengießer, Zweiter Bürgermeister und Fraktionschef der Parteifreien.

ndrea Rosner von der Grünen Liste betonte, dass für sie beide Varianten in Ordnung seien. Falls sich der Rat aber darauf einige, verdienstvolle Bürger auf diese Weise postum zu ehren, sollten auch Frauen nicht vergessen werden.

Stefan Reischl, Sohn des von der CSU vorgeschlagenen Gerhard Reischl, mahnte an, vor einer Entscheidung das Einverständnis der Angehörigen einzuholen. Denn: „Mein Vater zum Beispiel hätte das nicht gewollt, da bin ich mir ganz sicher.“

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Gelände kann vermarktet werden

Der Beschlussvorschlag wurde somit vorerst zurückgezogen. In einer der nächsten Sitzungen soll beraten werden, auf welche Weise man verdiente Bürger ehren wolle.

Auf Nachfrage des Mangfall-Boten erklärte der Bürgermeister, dass diese Entscheidung keinen Einfluss auf die weitere Entwicklung des Areals am Conradty-Gelände habe. Die Bauträger – die Kolbermoorer Familien Daxeder und Schiffmann – könnten trotzdem bereits mit der Vermarktung beginnen.

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