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Tipps und Tricks für Nachhaltigkeit

Mit Synergien schneller ans Ziel: So lautet das Fazit der Stadt zum Kolbermoorer Energiesparfestival

Rundum zufrieden mit dem Synergie-Festival waren auch Kolbermoors Klimaschutzmanager Martin Roith und Mobilitätsmanagerin Veronika Winkler, die die Veranstaltung federführend organisierten.
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Klimaschutzmanager Martin Roith und Mobilitätsmanagerin Veronika Winkler organisierten die Veranstaltung federführend.
  • VonJohannes Thomae
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Auf dem Energiesparfestival „Synergie“, das die Stadt Kolbermoor auf dem Rathausplatz ausrichtete, konnten sich Besucher über viele Facetten der Nachhaltigkeit informieren. Zudem gab es Informationen rund um erneuerbare Energiequellen und spannende Projekte für ihre Nutzung. Doch wie lautet das Fazit von Bürgermeister Peter Kloo und Klimaschutzmanager Martin Roith?

Kolbermoor – Zwar mag sich der eine oder andere Besucher gewundert haben, dass nicht noch mehr Leute da waren, doch gab dieser Eindruck offensichtlich ein falsches Bild: Durch die Bank alle Aussteller zeigten sich von der Publikumsresonanz mehr als zufrieden. Zudem habe man bei den Kontakten am Stand gespürt, dass hier Besucher mit echtem Interesse und wirklicher Neugier vorbeischauten.

Gute Resonanz, großes Interesse

„Und das ist genau das, worauf es ankommt“, betont Bürgermeister Peter Kloo: „Es nützt wenig, wenn man Tausende von Besuchern vermelden kann, von denen die meisten aber nur durchschlendern und an den Infoständen vielleicht gerade noch an den dort verteilten Gummibärchen und Kugelschreibern Interesse haben.“ Seien aber wie am Samstag Besucher mit wirklichem Interesse da, habe die Veranstaltung auch lange Nachwirkungen.

Zudem gehe es nicht darum, auf akute Fragen zum Energiesparen „abholfertige“ Antworten zu bekommen. „Das kann nicht funktionieren, dazu sind die Themen viel zu komplex“, so Kloo. Entscheidend sei es vielmehr, erfahren zu haben, welche Möglichkeiten oder welche Techniken es in Sachen Energiesparen und Nachhaltigkeit es schon gibt und welche für die Zukunft angedacht sind.

„Mit einem derart geweiteten Horizont hat der Einzelne, wenn die Fragen für ihn wirklich akut werden, dann bereits erste Anhaltspunkte im Hinterkopf und kann mit seinem Wissen auch für andere zum Multiplikator werden“, ist der Bürgermeister überzeugt.

Absolut zufrieden zeigte sich auch Klimaschutzmanager Martin Roith. Für ihn war die Vernetzung der verschiedenen Anbieter untereinander auch ein großer Gewinn der Veranstaltung. „Es sind derzeit so viele Projekte am Start, dass keiner den Überblick über alle haben kann“, erläuterte er. „Umso wichtiger ist es, an einem Tag wie diesem andere Vorhaben kennenzulernen, vor allem die, aus denen sich unter Umständen Synergie-Effekte gewinnen lassen.“

Bier kann man auch daheim brauen, wie Christian Wagner vom Siedlerverein zeigte.

Ein konkretes Beispiel dafür ist der Kontakt zwischen Siedlerverein und Bayerischen Staatsgütern. Christian Wagner vom Siedlerverein gehörte mit seinem Stand, an dem er häusliches Bierbrauen zeigte, im weiteren Sinn eher zum „Unterhaltungsprogramm“ des Festivals. Nicht wenige, die zu ihm kamen, waren aber auch Siedler, die mehr über die Energiezukunft der Siedlung erfahren wollten. Für dieses Projekt ist auch der Kontakt zu den Staatsgütern wichtig, wenn auch erst in Zukunft: Unter Umständen könnten langfristig auch die erhaltenen Moorflächen zur Energieerzeugung, der „kalten“ Nahwärme, verwendet werden. Hierbei handelt es sich um ein Prinzip, bei dem Erdwärme niedriger Temperatur durch große Wärmepumpenanlagen mit vergleichsweise geringem Stromeinsatz auf Heiztemperatur gebracht werden kann.

Wie man einen Blumentopf mit Bewässerungssystem bastelt, lernten die Kinder bei Christian Spatzier (Mitte).

Auch hier zeigt sich das Vernetzungspotenzial der Messe: Die Staatsgüter und die Geothermie-Allianz Bayern, an denen verschiedene Hochschulinstitute beteiligt sind sowie die Innergie GmbH – sie alle beschäftigen sich auf verschiedenen Feldern mit diesem Thema: „Die Möglichkeit, sich einmal direkt über die Projekte auszutauschen, ist ganz sicher ein Riesenplus der Veranstaltung gewesen“, meint Roith.

Nachhaltige Angebote werden präsentiert

Die Angebote des Festivals beschränkten sich aber nicht nur auf Energiefragen.

Mangold erntete vor dem Rathaus (von rechts) Georg Metz, Mitglied der Projektgruppe Mobiles Gärtnern in Kolbermoor, für Besucherin Elisabeth Krämer.

Das gesamte Thema Nachhaltigkeit war durch die verschiedensten Infostände vertreten: Zum Beispiel durch das Projekt Fair-Trade-Stadt Kolbermoor, den BRK-Kleiderladen, den Bücherbasar oder regionales und energiesparendes Einkaufen durch das Regionalwährungsprojekt „Klimabonus“ oder die Möglichkeiten, die jeder Einzelne hat, durch „Urban Gardening“ sein unmittelbares Umfeld und damit die Stadt grüner und blühender zu machen.

Was macht die Fair-Trade-Stadt Kolbermoor aus? Diese Frage beantwortete unter anderem Pastoralreferentin Martina Mauder (rechts).

Für Bürgermeister Kloo wurde gerade durch diese Themen das Energiesparfestival erst richtig rund, denn: „Wir müssen uns über eines klar sein: Neue, regenerative Energieformen allein werden unsere Zukunftsprobleme nicht lösen. Wir werden nicht daran vorbeikommen, unser gesamtes Leben zu überdenken und zum Teil auf neue Füße zu stellen.“ Er bringt dazu auch ein konkretes Beispiel: „Wir können lange über die Reduzierung der Beleuchtung des Christbaumes auf dem Rathausplatz diskutieren und meinen, damit ein Zeichen zu setzen.“

Wichtige Bausteine für die Zukunft

Dabei gehe es aber vielleicht um 50 Kilowattstunden, während die Verteiler für das schnelle Internet in der Stadt pro Jahr weit über 300.000 Kilowattstunden Strom verbrauchten. Die Bereitschaft zu schaffen, ganz grundsätzlich über den Energieverbrauch nachzudenken und hier die richtigen Fragen zu stellen, das bedeute, für die Zukunft noch ganz dicke Bretter bohren zu müssen, so der Bürgermeister. Doch genau dafür seien Veranstaltungen wie das Synergie-Festival oder die Leerstandskonferenz in Kolbermoor wichtige Bausteine.

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