Reifenstecher in der Filzenstraße in Kolbermoor: Polizei ruft zur Mithilfe auf

Tatort Filzenstraße: Bei einem parkenden Pkw wurde der rechte Vorderreifen zerstochen. Die Geschädigten erstatten Anzeige.
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Tatort Filzenstraße: Bei einem parkenden Pkw wurde der rechte Vorderreifen zerstochen. Die Geschädigten erstatten Anzeige.

Es ist unfassbar“, sagt Peter Schnellinger (59), der an der Filzenstraße wohnt. „Schon wieder waren in der Straße Unbekannte unterwegs und haben an zwei Fahrzeugen insgesamt drei Reifen zerstochen“: Die Polizei ruft jetzt dazu auf, besonders wachsam zu sein und verdächtige Personen zu melden.

Kolbermoor – „An einem kleinen Lkw wurden die beiden rechten Reifen zerstört, an einem Pkw der rechte vordere Reifen. Beide Fahrzeughalter haben diese Vorfälle bei der Bad Aiblinger Polizei zur Anzeige gebracht, erklärt der Anwohner der Filzenstraße.

Strafanzeigen gestellt

Das bestätigt auch die Polizei auf Anfrage unserer Zeitung: „Der Polizeiinspektion liegen seit Anfang diesen Jahres insgesamt zwei Strafanzeigen vor.“ Und weiter: „Sachbeschädigung an Kraftfahrzeug – an den beiden Fahrzeugen an der Filzenstraße wurden teilweise die Reifen mit einem unbekannten Tatwerkzeug zerstochen.“ Derzeit ermittelt die Polizei, aber: „Ein Tatverdächtiger konnte jedoch noch nicht ermittelt werden.“ Laut Polizei beläuft sich der Schaden an den beiden Fahrzeugen auf rund 500 Euro.

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Schnellingers Schaden belief sich im Sommer auf rund 1800 Euro, neben den Reifen, die ihm zerstochen wurden, mussten auch noch die Felgen erneuert wurden (wir berichteten). Das Kursiose: Er sagt: Alle Vorfälle haben sich zwischen der Hausnummer 12 und der Einfahrt zur Moosstraße ereignen. Im Sommer ereigneten sich sechs Fällen binnen vier Wochen – alle Fälle wurden bei der Polizei angezeigt. Damals sagte der Polizeibeamte, dass es sich nicht um einen „dummen Jungenstreich handele“. Aber wer steckt dahinter? Sachbeschädigung komme immer wieder vor. „Mal tritt ein Betrunkener einen Spiegel ab, mal lassen Anwohner, die sich über parkenden Autos ärgern, die Lift aus den Reifen“, so die Polizei. „Aber, dass sind auf die Filzenstraße bezogen, reine Vermutungen.“

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Vermutungen hin oder her: Schnellinger und die Anwohner sind in Alarmbereitschaft. Und das begrüßt auch die Polizei: „Melden Sie verdächtige Beobachtungen der Polizei. Gerade bei verdächtigen Wahrnehmungen entscheidet oft jede Sekunde“, so der Mitarbeiter der Bad Aiblinger Polizei.

Schnellingers Autoreifen wurden seit Sommer nicht mehr beschädigt. Aber: Eines seiner Autos parkt seit Herbst in einer Halle, ab April steht es wieder an der Straße – das andere steht auf dem Hausparkplatz. Das Problem sehen er und die Anwohner auch bei Besuchern: „Alle haben Angst und wenn Besuch kommt und hier übernachtet, stellen sie ihr Auto auch auf die Straße.“ Forderung: Kamera aufstellen

Deshalb fordert er, eine Kamera aufstellen zu dürfen. Dazu hat er sich auch beim Ordnungsamt der Stadt erkundigt. aber das sei nicht erlaubt. Die Polizei sagt: „Wenn die Kamera öffentliche Wege oder andere öffentliche Bereiche im Visier hat, sind Passanten von der Beobachtung betroffen.

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Dies verletzt die allgemeinen Persönlichkeitsrecht jedes einzelnen und ist somit nur in Ausnahmefällen möglich.“ Ist die Filzenstraße so ein Ausnahmefall? „Nein, ein derartiger Grundrechtseingriff steht den aktuellen Tatbeständen nicht entgegen.“ Es heißt weiterhin: Augen offen halten und bei verdächtigen Personen die Polizei anrufen.

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